Archiv der Kategorie 'SP & AStA'

AStA muss „Richtlinie zum Umgang mit sexualisierter Diskriminierung“ bekanntmachen

Wir hatten davon berichtet (link), dass der AStA sich geweigert hatte, einen Flyer zur Bekanntmachung der „Richtlinie zum Umgang mit sexualisierter Diskriminierung“ in die Beutel für Studienanfänger*innen zu legen. Die studentischen Vertreterinnen* der Richtlinie haben daraufhin, im Studierendenparlament (StuPa) einen Antrag (pdf) gestellt, durch den der AStA zur gezielten Bekanntmachung der Richtlinie verpflichtet wird.

Das Studierendenparlament hat am 28. April 2015 diesem Antrag mit großer Mehrheit zugestimmt :) – Wir freuen uns mit den Antragstellerinnen*.

AStA behindert Umsetzung der „Richtlinie zum Umgang mit sexualisierter Diskriminierung“

Der AStA der Uni Köln hat sich geweigert, einen Flyer mit Hinweis auf die „Richtlinie zum Umgang mit sexualisierter Diskriminierung an der Universität zu Köln“ in die „Ersti-Beutel“ (für Studierende im ersten Semester) einzupacken. Die Richtlinie wurde 2014 vom Senat der Universität zu Köln verabschiedet und ist ein Schritt, einen konkreten Umgang mit sexualisierter Diskriminierung an der Universität zu finden sowie den sexistischen Alltag an der Hochschule sichtbarer zu machen. Das Verständnis von sexualisierter Diskriminierung umfasst neben unerwünschten Berührungen auch sexualisierte Kommentare, genauso wie sexistische und heteronormative Lehrinhalte.

Die Richtlinie findet Ihr unter: http://www.gb.uni-koeln.de/e2106/e2113/e15154/20131112_Richtlinie_sexDiskriminierung.pdf

Der AStA weigerte sich, den Flyer zur Richtlinie in die Ersti-Beutel aufzunehmen, da nur solche Flyer aufgenommen werden sollten, die mit einem „Gimmick“ wie z.B. einer Kölsch-Flasche, Kondomen, Bonbons usw. versehen waren – vorgeblich aus ökologischen Gründen. Mit den Beuteln Informationen über Anti-Diskriminierungs-Maßnahmen an der Hochschule unter Studienanfänger*innen zu verbreiten, erscheint dem AStA also abwegig. Somit befindet sich nun im Beutel ausschließlich kommerzielle Werbung.

Dass der AStA sich einer Unterstützung der Richtlinie über die Ersti-Beutel verweigert, ist eine blanke Frechheit und ein Affront gegen die antisexistische Arbeit an der Hochschule durch die Richtlinie. Wir, die Alternative Liste, können und wollen diese Haltung des AStAs nicht unkommentiert lassen. Wir unterstützen den Antrag der studentischen Vertreterinnen* der Richtlinie an das Studierendenparlament und AStA (link). Wir rufen außerdem zur Unterstützung der Antragstellerinnen* im StuPas auf. Ob der Antrag in der kommenden Sitzung am 28. April oder in der darauffolgenden Anfang Mai verhandelt wird, steht noch nicht zweifelsfrei fest. Wenn ihr Interesse habt, bitten wir euch, uns zu mailen (link), damit wir einen kleinen Verteiler erstellen können, um euch alle weiteren und auch kurzfristigen Infos zukommen zu lassen.

Die nächste StuPa-Sitzung ist am 28. April 2015, 20 Uhr, Hörsaal II (Hauptgebäude).

Die „LinkeSDS“ Hochschulgruppe lässt Hamas-Unterstützer an Uni Koeln reden

Am 10.10.2014, 19Uhr, im Hörsaal A2, Hörsaalgebäude am Albertus-Magnus-Platz veranstaltet die linksparteinahe Hochschulgruppe SDS.Köln zusammen mit weiteren Kooperationspartnern eine Veranstaltung zum Thema „Was geschah eigentlich im Gazastreifen?“ mit Martin Lejeune als Referenten.

Martin Lejeune, der sich selbst als Kriegsberichterstatter und Journalist bezeichnet, ist aufgrund seiner „Berichterstattung“ in vielerlei Hinsicht eine äußerst kritisch zu sehende Person.

So bezeichnete Lejeune beispielsweise die islamistische Terrororganisation Hamas und den Islamischen Jihad als „ganz normale islamische Widerstandsbewegungen“[1]. Ein genauerer Blick auf diese Organisationen zeigt, dass diese nicht nur die völlige Zerstörung Israels zum Ziel haben, sondern die Hamas die Vernichtung aller Juden und Jüdinnen weltweit anstrebt [2]. Dieses Ziel, 1988 in der Charta der Hamas formuliert, hat auch heute noch Gültigkeit und wurde seitens der Hamas nicht revidiert.

Lejeune relativiert den massiven Beschuss der Hamas auf Zivilisten in Israel mit dem Hinweis auf unterschiedliche Einschätzung hinsichtlich der Legitimität dessen und belobhudelt sogar noch deren Terror als „herausragende[…] Leistungen der mutigen Kämpfer der Brigaden des Al-Qassam“[3]. In diesem Sinne betitelt Lejeune auch den hochrangigen Funktionär sowie Mitbegründer der Hamas und Top-Terroristen Salah Shehade, der 2002 von israelischen Militärs getötet wurde, als „eine respektable Persönlichkeit, einen sozial engagierten Menschen und einen mutigen palästinensischen Anführer“[3].

Martin Lejeune, ein Mensch, der Hamas-Propaganda verbreitet und dessen demokratische Überzeugung äußerst zweifelhaft erscheint, ein Podium an der Uni Köln zu geben, ist bedenklich.

Diese Position teilt auch das Bündnis gegen Antisemitismus Köln: http://bga-koeln.tumblr.com/post/99428732762/gegen-hamas-propaganda-an-der-uni-koln-und-uberall

…und gilt es den Veranstalter*innen, dem Referenten und den Besucher*innen zu zeigen.

[1] Vgl. bspw. http://www.joiz.de/show/jung-und-naiv/was-ist-los-in-gaza-jung-naiv-in-israel#!video=terror-oder-widerstand-1-jung-naiv-25082014.

[2] Auszug aus der Charta: ´Die Stunde (der Auferstehung) wird nicht kommen, bis die Muslime gegen die Juden kämpfen. Die Muslime werden sie töten, bis sich der Jude hinter Stein und Baum verbirgt, und Stein und Baum dann sagen: ‚Muslim, Oh Diener Gottes! Da ist ein Jude hinter mir. Komm und töte ihn´. Quelle: Armin Pfahl-Traughber (2011): Antisemitismus und Antizionismus in der Charta der Hamas. (http://www.bpb.de/politik/extremismus/islamismus/36358/antisemitismus-in-der-charta-der-hamas?p=all).

[3] Vgl. http://martin-lejeune.tumblr.com/post/95291779046/bericht-aus-gaza-zu-den-massakern-von-heute-nacht.

Über uns

Selbstdarstellung der AL

Hiermit stellen wir Euch eine aktuelle Kurzinfo zu uns vor:

Alternative Liste – AL
Uni Köln

»Es gibt kein Recht zu gehorchen«
(frei nach Hannah Arendt)

Wir sind eine Hochschulgruppe in der sich unabhängige und undogmatische Linke treffen und wir wollen u.a. eine Uni wie eine Gesellschaft, in der sich Menschen frei und gleichberechtigt entfalten können. Z.B. durch selbst bestimmte, interdisziplinäre Bildung statt Anwesenheitspflicht, Modulhäppchen und Zwangszuteilungen a la KLIPS.

Wir fordern eine grundlegende Demokratisierung der Hochschule und des Bildungswesens – d.h.: Paritätische Vertretung in allen Gremien und Vetorecht der Studierendenschaft bei allen sie betreffenden Belangen.

Wir wollen den freien Zugang für alle zu Hochschulen und anderen Bildungseinrichtungen – kostenlose Bildung für Alle. Statt Aussonderung und Leistungsdruck in der Klassenschule – die freie Entfaltung in der »Einen Schule für Alle«.

Frauen erhalten in der BRD durchschnittlich 23 Prozent weniger Lohn. In der Hochschule sitzen an den Schaltstellen überwiegend Männer. Die Lebensrealität von Frauen und sexualisierte Gewalt werden ignoriert.
Menschen werden auf längst überholte, konservative und wissenschaftlich widerlegte Geschlechterstereotype reduziert sowie festgelegt.
Schluß damit!
Diese antiemanzipatorischen Schranken müssen endlich abgeschafft werden.

Wir stehen für das Recht auf selbst gewählte Lebensweisen und gegen die so genannte deutsche Leitkultur und fordern gleiche Rechte für Alle.

Die Zerstörung der Natur, wie des Klimas und der natürlichen Lebensgrundlagen durch die kapitalistischen Destruktivkräfte geht weiter – trotz des weit verbreiteten »Greenwashings«. Schwarz-grün-rote Reformismen entlarven wir und fordern: AKWs abschalten sofort und nicht erst vielleicht nach 2020 oder später! Wir setzen uns für eine regenerative dezentrale Energieversorgung u.a. auch an der Uni ein.

Wir fordern eine menschlich orientierte und umfassende materielle Existenzsicherung und kostenlose Gesundheitsversorgung für Alle.

Die Unterdrückungsorgane wie die Polizei, das Militär und Sicherheitsdienste brauchen wir an der Uni nicht. Wir sind gegen Repression und Überwachung und fordern umfassend Abrüstung und dagegen die Entwicklung von Alternativen, gegen das Strafsystem. Bundeswehr – Wegtreten!

Wir bekämpfen Antisemitismus, Rassismus und Faschismus, rechte Burschenschaften, Pro Köln, wie alte und neue Nazis, Neonazis und alle, die Menschen gegeneinander hetzen, sie einteilen wollen in besser und schlechter, mehr oder weniger wert.

Die AL steht darum für basisdemokratische Alternativen

Wir sind emanzipatorische Linke – sozial, ökologisch, feministisch und antifaschistisch. Die AL hat eine offene basisdemokratische Struktur. Auf den Treffen der AL können alle, die sich für diese Ziele einsetzen wollen, gleichberechtigt diskutieren und konsensual mitentscheiden.

Wir beteiligen uns an Bildungsstreiks, an Protesten gegen die Kapitalisierung der Hochschulen, aber auch an vergleichbaren Aktionen außerhalb der Uni. Wir wollen Impulse geben für ein solidarisches, inklusives und emanzipatorisches Zusammenarbeiten und Leben, weit über die Hochschule hinaus, in einer freien Gesellschaft.

Es geht um den »kommenden Aufstand« – wie z. B. in Griechenland, Spanien oder Nordafrika, es geht nicht um kleine Verbesserungen, sondern ums Ganze. Darum ist die AL ist unabhängig von Parteien und vom AStA. An den Fachbereichen unterstützten wir basisdemokratische Fachschaften und kritische Institutsgruppen.

»Im Innersten wissen alle Menschen: Es wäre möglich, es könnte anders sein. Sie könnten nicht nur ohne Hunger und ohne Angst leben, sondern auch als Freie leben. Gleichzeitig hat ihnen gegenüber die gesellschaftliche Apparatur sich so verhärtet, dass das, was als greifbare Möglichkeit, als die offenbare Möglichkeit der Erfüllung ihnen vor Augen steht, ihnen sich als radikal unmöglich präsentiert« (Theodor W. Adorno)

Interessierte sind herzlich willkommen; wir treffen uns wöchentlich Dienstags um 18:00 in Raum 10 an der Humanwissenschaftlichen Fakultät. Eventuell abweichende Termine im neuen Semester findet ihr auf der Homepage.
Infos über unsere thematischen Veranstaltungen erhaltet ihr über unseren Mailverteiler AL‐Info oder ebenfalls auf unserer Homepage.

http://www.alunikoeln.blogsport.de/

Archiv: http://www.al.uni-koeln.de/

Kontakt: al ‐ plenum at uni ‐ koeln . de

Wenn Ihr mehr von uns zu uns wissen oder mitmachen möchtet; kommt zum Plenum.

Zsammen können wir nach den Sternen greifen

Denn … nur „Zusammen können wir nach den Sternen greifen“ (AL)

AL Plenum 9.7.13

AL Plenum ist immer Dienstags, zweiwöchentlich. Das Nächste ist wieder am 9.7.13 und dann wieder alle zwei Wochen. Interessierte sind stets herzlich willkommen. Die AL erarbeitet z.B. kritische, antikapitalistische, Texte zur Hochschulpolitik, wie dem Wissenschaftsbetrieb, der Bildungs- und Sozialpolitik sowie anderen Themen. Kontakt: AL-Plenum

Dienstag, 23.10.12 AL-Plenum

Treffen um 19Uhr in der HumF. Genaueres auf Nachfrage.
Themen: Wahl, StuPa, AStA, AKJ, Veranstaltungen (Va), weitere Pläne, u.v.m..
Kontakt: al-plenum (at) uni-koeln (dot) de

10.07.2012 AL Plenum

Das nächste AL-Plenum findet am Dienstag, den 10.7. pünktlich 18Uhr in der StAVV-Garage an der HumF statt. Wer eine Wegbeschreibung braucht meldet sich bitte einfach.

Themen: Strukturen, Orga und Texte/Inhalte.

Textbsp., Auszüge, siehe:
- http://alunikoeln.blogsport.de/2012/06/23/artikel-fuer-den-nachdruck-juni-2012/
- http://krise.blogsport.de/2010/01/02/aufruf-zur-studidemo-30012010/#more-18

Mehr dazu auf dem Plenum.

Plenum 26.6.

AL-Plenum, ab 17:30Uhr in der HumF, Treffen im Foyer.
Thema sind u.a. die Studienverhältnisse und die Änderung der Wahlordnung (SP).
Kontakt: al-plenum ((at)) uni-koeln.de.




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