Archiv der Kategorie 'Kritische Wissenschaft'

Über uns

Selbstdarstellung der AL

Hiermit stellen wir Euch eine aktuelle Kurzinfo zu uns vor:

Alternative Liste – AL
Uni Köln

»Es gibt kein Recht zu gehorchen«
(frei nach Hannah Arendt)

Wir sind eine Hochschulgruppe in der sich unabhängige und undogmatische Linke treffen und wir wollen u.a. eine Uni wie eine Gesellschaft, in der sich Menschen frei und gleichberechtigt entfalten können. Z.B. durch selbst bestimmte, interdisziplinäre Bildung statt Anwesenheitspflicht, Modulhäppchen und Zwangszuteilungen a la KLIPS.

Wir fordern eine grundlegende Demokratisierung der Hochschule und des Bildungswesens – d.h.: Paritätische Vertretung in allen Gremien und Vetorecht der Studierendenschaft bei allen sie betreffenden Belangen.

Wir wollen den freien Zugang für alle zu Hochschulen und anderen Bildungseinrichtungen – kostenlose Bildung für Alle. Statt Aussonderung und Leistungsdruck in der Klassenschule – die freie Entfaltung in der »Einen Schule für Alle«.

Frauen erhalten in der BRD durchschnittlich 23 Prozent weniger Lohn. In der Hochschule sitzen an den Schaltstellen überwiegend Männer. Die Lebensrealität von Frauen und sexualisierte Gewalt werden ignoriert.
Menschen werden auf längst überholte, konservative und wissenschaftlich widerlegte Geschlechterstereotype reduziert sowie festgelegt.
Schluß damit!
Diese antiemanzipatorischen Schranken müssen endlich abgeschafft werden.

Wir stehen für das Recht auf selbst gewählte Lebensweisen und gegen die so genannte deutsche Leitkultur und fordern gleiche Rechte für Alle.

Die Zerstörung der Natur, wie des Klimas und der natürlichen Lebensgrundlagen durch die kapitalistischen Destruktivkräfte geht weiter – trotz des weit verbreiteten »Greenwashings«. Schwarz-grün-rote Reformismen entlarven wir und fordern: AKWs abschalten sofort und nicht erst vielleicht nach 2020 oder später! Wir setzen uns für eine regenerative dezentrale Energieversorgung u.a. auch an der Uni ein.

Wir fordern eine menschlich orientierte und umfassende materielle Existenzsicherung und kostenlose Gesundheitsversorgung für Alle.

Die Unterdrückungsorgane wie die Polizei, das Militär und Sicherheitsdienste brauchen wir an der Uni nicht. Wir sind gegen Repression und Überwachung und fordern umfassend Abrüstung und dagegen die Entwicklung von Alternativen, gegen das Strafsystem. Bundeswehr – Wegtreten!

Wir bekämpfen Antisemitismus, Rassismus und Faschismus, rechte Burschenschaften, Pro Köln, wie alte und neue Nazis, Neonazis und alle, die Menschen gegeneinander hetzen, sie einteilen wollen in besser und schlechter, mehr oder weniger wert.

Die AL steht darum für basisdemokratische Alternativen

Wir sind emanzipatorische Linke – sozial, ökologisch, feministisch und antifaschistisch. Die AL hat eine offene basisdemokratische Struktur. Auf den Treffen der AL können alle, die sich für diese Ziele einsetzen wollen, gleichberechtigt diskutieren und konsensual mitentscheiden.

Wir beteiligen uns an Bildungsstreiks, an Protesten gegen die Kapitalisierung der Hochschulen, aber auch an vergleichbaren Aktionen außerhalb der Uni. Wir wollen Impulse geben für ein solidarisches, inklusives und emanzipatorisches Zusammenarbeiten und Leben, weit über die Hochschule hinaus, in einer freien Gesellschaft.

Es geht um den »kommenden Aufstand« – wie z. B. in Griechenland, Spanien oder Nordafrika, es geht nicht um kleine Verbesserungen, sondern ums Ganze. Darum ist die AL ist unabhängig von Parteien und vom AStA. An den Fachbereichen unterstützten wir basisdemokratische Fachschaften und kritische Institutsgruppen.

»Im Innersten wissen alle Menschen: Es wäre möglich, es könnte anders sein. Sie könnten nicht nur ohne Hunger und ohne Angst leben, sondern auch als Freie leben. Gleichzeitig hat ihnen gegenüber die gesellschaftliche Apparatur sich so verhärtet, dass das, was als greifbare Möglichkeit, als die offenbare Möglichkeit der Erfüllung ihnen vor Augen steht, ihnen sich als radikal unmöglich präsentiert« (Theodor W. Adorno)

Interessierte sind herzlich willkommen; wir treffen uns wöchentlich Dienstags um 18:00 in Raum 10 an der Humanwissenschaftlichen Fakultät. Eventuell abweichende Termine im neuen Semester findet ihr auf der Homepage.
Infos über unsere thematischen Veranstaltungen erhaltet ihr über unseren Mailverteiler AL‐Info oder ebenfalls auf unserer Homepage.

http://www.alunikoeln.blogsport.de/

Archiv: http://www.al.uni-koeln.de/

Kontakt: al ‐ plenum at uni ‐ koeln . de

Wenn Ihr mehr von uns zu uns wissen oder mitmachen möchtet; kommt zum Plenum.

Zsammen können wir nach den Sternen greifen

Denn … nur „Zusammen können wir nach den Sternen greifen“ (AL)

Wir trauern um Dieter Asselhoven

Dieter

Dieter Asselhoven war 1984 Mitbegründer der AL und bis einige Jahre vor seinem Tod sehr aktiv in der Politik wie für die Hochschulgruppe. Er war u.a. früher AStA-Vorsitzender für die AL und war immer wieder treibende Kraft in außerparlamentarischen Bildungsprotesten. Er beteiligte sich auch an der Veröffentlichung des Buches „Nachhilfe zur Erinnerung. 600 Jahre Universität zu Köln“.

Außerdem war er in nichtuniversitären politischen Kämpfen wie der Anti-Atom- und der Krüppelbewegung sowie insbesondere antifaschistisch und theoriebildend sehr aktiv.

Am 15. April 2014 verstarb Dieter im Kreis seiner Frau und engen Freund_innen. Sein Tod war wenige Tage vor dem 40jährigen Jahrestag seiner Lieblingsrevolution – der portugiesischen Nelkenrevolution – zu der er gerne noch einen Vortrag gehalten hätte.

Mit Dieter Asselhoven verlieren wir einen wichtigen Teil der AL und einen besonderen, witzigen, charmanten und streitbaren Freund. Wir vermissen ihn und werden ihn in bester Erinnerung behalten.

Dieter, mit dir war die befreite, wahrhaft humanistische Gesellschaft
denkbar. Wir denken an dich.

Wir verweisen auf die Trauerbekundung von »school is open« (link), seinem letzten großen Projekt, in dem er den Bau der »Inklusiven Universitätsschule Köln« wesentlich vorantrieb,
die Trauerbekundung des Studierendenausschusses der Vollversammlung (StAVV) und die Traueranzeige (link)
sowie den Nachruf von Uri D. (link) der auf HaGalil.com, Lizaswelt.net, Ruhrbarone.de, Indymedia.org und Publikative.org veröffentlicht bzw. verlinkt wurde.

Dieters Publikationen waren viele und teilweise nicht gekennzeichnet. Unter diesem Link findet Ihr eine Reihe seiner Texte.

Trauer um Dieter Asselhoven Köln (Urne)

Hier sind die Nachrufe für Dieter von uns dokumentiert: http://alunikoeln.blogsport.de/dokumente-materialien/texte-von-dieter-asselhoven/fuer-dieter/

Wenn Ihr uns einen Nachruf für Dieter schicken möchtet oder auf einen Nachruf für Dieter aufmerksam machen möchtet, schreibt uns bitte eine Email, danke.

Friedliche Wissenschaft ist mehr, als die Anwesenheit einer Zivilklausel

Öffentliche Kritik am Arbeitskreis (AK) Zivilklausel in Köln

Wir dokumentieren hiermit einen Beitrag aus der Zeitschrift der GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft – die Bildungsgewerkschaft) Köln:
Forum – Nr. 5/2013

Friedliche Wissenschaft ist mehr, als die Anwesenheit einer Zivilklausel


Der folgende Beitrag bezieht sich auf die in der Ausgabe 4/2013 dokumentierte Presseerklärung des AK Zivilklausel der Uni Köln (zu finden unter http://www.gew-koeln.de/02/web03/gew/forum/archiv_2013/forum2013_4.pdf).

Der Senat der Uni Köln hatte sich im Juli 2013 – aufgrund formaljuristischer Bedenken wegen einer möglichen Einschränkung der Wissenschaftsfreiheit – gegen eine Änderung der Grundordnung der Universität, d. h. gegen eine vom AK vorgeschlagene „Zivilklausel“ ausgesprochen. Leider wird in der Pressemitteilung zum einen nicht erwähnt, dass die seinerzeit unter wissenschaftlichen MitarbeiterInnen verbreitete (und auch vom Autor beworbene) Unterschriftensammlung (1) einen anderen Wortlaut hatte und (2) zum anderen, dass der AK Zivilklausel in seinen Verlautbarungen im Grunde einem der Senatsmehrheit ähnlichen, neutralen Wissenschaftsverständnis folgt. Dass daraus Probleme der Kampagnenfähigkeit des Anliegens entstehen und hier ein toter Gaul gesattelt wird, ist die wenig überraschende Konsequenz.

(1)
In dem Aufruf der MitarbeiterInnen heißt es: „Die Universität wirkt für eine friedliche und zivile Gesellschaftsentwicklung. Sie ist selbst eine zivile Einrichtung, betreibt keinerlei Militär- oder Rüstungsforschung und kooperiert nicht mit Einrichtungen des Militärs oder der Rüstungsindustrie.“ Mit dem zweiten Satz wäre eine eindeutige Festlegung gegenüber expliziten Kriegsforschungen und ein Kooperationsverbot mit Bundeswehr oder Rüstungsfirmen festgelegt worden. Leider ist diese entscheidende Passage, die auch überraschend viele KollegInnen zu einer Unterschrift motiviert hatte, im Senatsantrag verschwunden. Dort ist nur noch von „kritischer Reflexion“ die Rede. Insofern ist es falsch, wenn der AK gegenüber dem Kölner Stadtanzeiger behauptet: „Unter anderem sollten Kooperationen mit der Bundeswehr verboten werden, erläuterte Peter Förster vom Arbeitskreis Zivilklausel“ (KStA vom 10. Juli 2013, zu finden unter http://www.ksta.de/campus/uni-koeln-senat-stimmt-gegen-zivilklausel,15189650,23653300.html).

Anstelle dessen hat sich der AK nun zwei Zusätze ausgedacht, die zu einer ideologischen Verengung des Anliegens führen.

Da ist zum einen der naive positive Bezug auf die „Aufklärung“, der man sich als WissenschaftlerIn verpflichten solle. Was ist das? Schiller und Goethe, Hegel und Kant? Oder das exklusive Ideal des vernunftgesteuerten und kalkulierenden bürgerlichen weißen männlichen Individuums, das sich die Welt untertan macht? Adorno warnte bereits in der Schrift Minima Moralia eindrücklich davor, dass der Sinn der Aufklärung und der Menschenrechte, nämlich Glück auch dort zu versprechen, wo keine Macht ist, durch ihre normative Verdinglichung zur Gleichgültigkeit gegen das Individuum geworden war.

Zum anderen soll ich als Wissenschaftler auf Geheiß des AK in meiner Arbeit zur „Völkerverständigung“ beitragen. Hier wird es jetzt richtig gespenstisch. Ein imaginäres homogenisiertes Kollektiv – Volk I – soll sich mit einem anderen Phantom – Volk II – verständigen (worüber übrigens?). Absurd, und in der damit verbundenen Unterstellung eines Volksganzen mit einheitlicher Leitkultur fast schon reaktionär. Oder ist ein anderer Kontext gemeint? Die leninistische Definition von Völkerfreundschaft? Für Lenin war die ökonomische und politische Macht konzentriert bei »ein paar Hundert Finanzkönige[n]« und einer »Handvoll skrupelloser, in Laster und Luxus erstickender Milliardäre«. Sie konzentrierten sich in »einer Handvoll Wucherstaaten« die »Schmarotzer am Körper der übrigen Menschheit« seien. (Nachzulesen in Lenins 1916 erschienenen Schrift »Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus«) Deshalb ergänzten die LeninistInnen die marxistische Parole von den „Proletariern aller Länder“ um die „unterdrückten Völker“, die es zu gewinnen gelte.

Wie auch immer – an genau diesen Beimengungen und Versatzstücken durch den AK wurde auch von verschiedenen Seiten öffentlich Kritik geübt (etwa in einer eigens einberufenen Sitzung der Engeren Fakultät an der HumF), die aber offensichtlich in der Politik des AK keine Berücksichtigung fand. Im Ergebnis: Da wo die Argumentation des AK ausnahmsweise genauer wird (s. o.), ist sie falsch. Ansonsten bleibt sie verwaschen, im Ungefähren, verwendet Allerweltsbegriffe oder Zitate der klassischen deutschen Literatur des 19. Jahrhunderts. Sie spielt auf „unsere Zeit der Krisen“ an, ohne dabei die gesellschaftlichen Machtverhältnisse zu benennen und verbleibt im Appell an das Gute für alle. Irgendwie meint man wohl den Kapitalismus, umschreibt ihn aber noch wolkiger als ATTAC. Diese Hohlheit öffnet natürlich die Tür für formaljuristische Gegenargumentationen.

(2)
Die Vorstellung des AK vom Zusammenhang des inneren Telos, des zweckgerichteten Antriebs der Wissenschaft, ihres historischen Bedeutungswandels und ihrer heutigen Verschlungenheit mit politischen und ökonomischen Macht- und Ausbeutungsstrukturen bleibt unverstanden.

Selbstverständlich ist die Wissenschaft – sind die WissenschaftlerInnen –verantwortlich für den Gebrauch, den die Gesellschaft von der Wissenschaft macht. Sie sind maßgeblich verantwortlich für die gesellschaftlichen Folgen der von ihnen entwickelten Kenntnisse und Einsichten. Denn die Gegenthese – Wissen ist an sich neutral, die negativen Anwendungen sind äußeren gesellschaftlichen Machtstrukturen zuzurechnen – ermöglicht WissenschaftlerInnen eine Existenz als „erfinderische Zwerge“, die für die Folgen ihrer Forschungstätigkeiten nicht haftbar gemacht werden können. Das kommt als role model nicht in Frage, zumindest nicht für GewerkschafterInnen.

Diese auch persönliche Verantwortung beruht nicht auf außerwissenschaftlichen Normen oder einem religiösen oder humanitären oder moralischen Standpunkt. Sondern sie wird vorgegeben durch die innere Struktur und den Telos der Wissenschaft und durch ihre Stellung und Funktion in der gesellschaftlichen Wirklichkeit. Wissenschaftliche Erkenntnisse werden zu fast unmittelbar und weltweit eingesetzten und wirksamen Mitteln – sie können zu politischen, medialen, ökonomischen und militärischen Waffen werden. So wird die Überwachung und Kontrolle ganzer Bevölkerungen und ihrer Bewegungen und Migrationen im Krieg wie im Frieden wissenschaftlich organisiert, was die Forschung zwangsläufig mit den entsprechenden Machtstrukturen verbindet. (Auch insofern ist die strikte Trennung in „zivil“ und „militärisch“ nicht tragfähig für die Erkenntnis der Realität.) Gleichzeitig hat sich der Graben zwischen Grundlagenforschung und angewandter Wissenschaft verengt. Die abstraktesten und formalsten Resultate der Mathematik sind beispielsweise in sehr konkrete materielle Werte übertragbar, wie z. B. in Computersoftware. Es gibt keine zwei getrennten Welten der Wissenschaft, der reinen Theorie und der Politik, der angewandten Ethik.

Historisch war allerdings die Sonderung der beiden Sphären eine Voraussetzung zur Befreiung des Intellekts und des gezielten und methodischen Nachdenkens. Ihre Entbindung von übergeordneten Normen und Werten, von religiösen Vorgaben, war eine Voraussetzung des gesellschaftlichen Fortschritts und der Eroberung und Zähmung der Natur (was später verschleiernd „technischer Fortschritt“ genannt wurde). Die Janusköpfigkeit auch dieses Fortschritts wird von Adorno/Horkheimer in der „Dialektik der Aufklärung“ beschreiben.

Die damalige historische Situation ist mit dem Sieg des Bürgertums über Feudalismus und Theologie überholt. Die Trennung von Wissenschaft und Politik, die einstmals befreiend und progressiv war, ist nun destruktiv und retardierend geworden. Alle, die an einer Universität oder in einer Forschungseinrichtung nach Erkenntnis streben, wissen, dass die Ergebnisse der eigenen Tätigkeiten ein Eigenleben entwickeln. Sie werden publiziert, werden zur Ware, gelangen auf einen Markt und werden bewertet, gekauft. Genau auf diese Art werden durch Universität, Ausbildung und Wissenschaft gesellschaftliche Bedürfnisse befriedigt, nämlich durch ihr zur Verfügung stellen als Ware. Ein Appell an die Universität, zu „gesellschaftlichen Entwicklung beizutragen“ (AK Zivilklausel) läuft also ins Leere, bleibt affirmativ, wenn er (aus strategischen Absichten?) die warenförmige und kapitalistische Verfasstheit der Gesellschaft zu benennen und kritisieren vermeidet.

Die bestehende Richtung des Fortschritts (die aus der gesellschaftlichen Grundordnung resultiert und die das dominante Wissenschaftsverständnis vorantreibt) entwickelt immer mehr Potential zur Gefährdung des Lebens des Großteils der Menschen. Telos der Wissenschaft ist aber die Bewahrung und Verbesserung der menschlichen Existenz. Wissenschaft als menschliche Anstrengung der Antizipation und Grundlegung einer besseren Welt ist ein wirksames Mittel im Bemühen um eine freie Existenz. Eine solche Welt ohne Zerstörung, ungelebtes Leben, vermeidbares Elend und vermeidbare Krankheit und Disziplinierung und ohne Aussonderung bereits in den Klassenzimmern, fortgesetzt an den Universitäten, ist kein äußeres Ziel oder Nebenprodukt der Wissenschaft, sondern wäre ihre Verwirklichung. Sie muss nicht durch untaugliche Mittel wie papierne Deklamationen, Leitbilder oder Klauseln herbei kommandiert werden.

Der Text als PDF (Download)

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Wir begrüßen die Kritik und betonen wiederholt daß die AL dazu schon vor Jahren gesagt hat (u.a. im StuPa) daß nicht nur der Begriff der „Zivilgesellschaft“ mehr als irreführend ist, sondern auch eine sog. „Zivilklausel“ nicht wirklich etwas erreichen kann, wenn nicht die richtigen Vorraussetzungen dafür geschaffen werden.

Vgl. z.B. alte Webseiten der AL, unter: http://al.uni-koeln.de/antimilitarismus.html

Die AL schließt sich damit der Kritik an und kritisiert den AKZK darüber hinaus ebenso für seinen Reformismus, seine regressive Kritik und kann sich nur vorstellen weitere Projekte des AKs zu unterstützen, wenn sich dieser der Kritik annimmt.
Weiterhin kämpft die AL für die Emanzipation des Menschen, eine befreite Gesellschaft, gegen Militarismus, Neokolonialismus und jegliches deutsches Großmachtstreben.

16.10.2013 Vortrag von Dr. Juliane Wetzel – Israel in den Medien

Weiterleitung einer Empfehlung des StAVV und des SIO Projektes:

Liebe InteressentInnen und FreundInnen,

Wir möchten zum Vortrag
„Israel in den Medien – Kritische Berichterstattung oder Stereotypisierung“
von Dr. Juliane Wetzel einladen.

Der Vortrag findet am Mittwoch, den 16.10.2013, um 19.30 Uhr in der Melanchthon-Akademie (Kartäuserwall 24b) statt.

Der Eintritt beträgt 5,- €.

Weitere Informationen befinden sich im PDF-Dokument.

flyer juliane wetzel vortrag israel in den medien jpg

Vortrag Dr. Juliane Wetzel zu Israel in den Medien (PDF download)

http://www.koelnische-gesellschaft.de/termine.php

Treffen der AL Uni Köln

AL Plena finden jetzt wieder wöchentlich statt. Es wird konsequent weiter an Grundsatzpositionen gearbeitet, u.a. zur Bildungspolitik.
Zweimonatlich wird es Einladungen zu ausführlicheren Diskussionsveranstaltungen geben.
Wenn Ihr mitmachen möchtet könnt Ihr beim Email-Kontakt des Plenums erfahren wo und wann die Treffen stattfinden: „al-plenum [at] uni-koeln [dot] de“
Neue Infos kommen dann über den AL Info-Verteiler AL-Info.

Offener Brief der Initiative für das Haus und Museum der Jüdischen Kultur in Köln

Hiermit dokumentieren wir den:

Offenen Brief der Initiative für das Haus und Museum der Jüdischen Kultur in Köln

Am 14. Juli 2011 hat der Rat der Stadt Köln diesen Beschluss gefasst:
»In Abänderung seines Beschlusses vom 13.04.2010 beauftragt der Rat die Verwaltung mit der Ausführung der Archäologischen Zone und des Jüdischen Museums auf der Grundlage der Entwurfsplanung vorbehaltlich der rechtsverbindlichen Zusage von Städtebauförderungsmitteln in Höhe von 14.300.000 Euro«.
Seitdem haben sich neben Befürwortern, Institutionen und Einzelpersonen aus Zivilgesellschaft und Politik, erneut Initiativen und Einzelpersonen zu Wort gemeldet, die diesen Beschluss in Frage stellen. Zielrichtung, Begründung und vermutlich Motivation sind unterschiedlich, zum Teil widersprüchlich. Gemeinsam ist allen, dass sie das Projekt ‘Archäologische Zone – Haus und Museum der jüdischen Kultur’ zu verhindern, auf unabsehbare Zeit zu verschieben oder zu verwässern suchen.
Das trifft auch auf den bisher letzten Vorstoß (Martin Stankowski u.a.) zu. Alle Planungen müssten neu aufgenommen, ein gänzlich neues Konzept müsste erarbeitet werden. Über die entstehenden Mehrkosten schweigen die Autoren; diese wären immens.
Davon abgesehen spricht alles dafür, dass das Haus und Museum der jüdischen Kultur als eigenständige Einrichtung an dieser geschichtsträchtigen Stelle, dem Ort des jüdischen Wohnviertels von der spätantiken bis in die spätmittelalterliche Zeit errichtet wird. Es soll den Anteil jüdischer Bürgerinnen und Bürger am Leben dieser Stadt, nicht nur vor der Vertreibung, sondern auch nach der Rückkehr zu Beginn des neunzehnten Jahrhunderts dokumentieren. Das Haus und Museum der Jüdischen Kultur wäre ein klares Bekenntnis zur gemeinsamen Geschichte – ein politisches Signal, das nicht verwässert werden darf. Es kann ein Ort der Begegnung und des aktiven kulturellen Austauschs werden. Köln hat die einmalige Chance, jüdisches Leben als wichtigen Teil der Stadtgeschichte und der städtischen Gegenwart darzustellen und, wenn der Ort geschaffen ist, kulturelle Begegnung möglich zu machen.
Wir fordern den Rat der Stadt Köln auf, an seinem Beschluss festzuhalten – und die Stadtverwaltung, dafür zu sorgen, dass er möglichst rasch umgesetzt wird. Wir erwarten die umgehende Information der Öffentlichkeit durch die Stadt und den Landschaftsverband Rheinland über den Stand der konzeptionellen Überlegungen und Planungen sowie eindeutige zeitliche Perspektiven für deren Realisierung.

Quelle: http://museumsbaukoeln.de/

Mehr zum Projekt eines Jüdischen Museums und zur Museumskonzeption im Internetauftritt der Gesellschaft zur Förderung eines Hauses und Museums der Jüdischen Kultur e.V.
http://www.juedischesmuseum-koeln.de/

Jetzt den offenen Brief unterschreiben bei: http://museumsbaukoeln.de/ihre-unterstuetzung/

Mehr dazu von der AL:
Dossier (PDF)

Medienspiegel (URLs):
http://www.museenkoeln.de/ns-dok/default.asp?s=506&tid=257&kontrast=&schrift=
http://www.juedischesmuseum-koeln.de/projekt.html
http://www.stadtrevue.de/index_archiv.php3?tid=1062&bid=2
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturheute/808980/
http://www.baufachinformation.de/aufsatz.jsp?ul=2006089005258
http://www.ksta.de/html/fotolines/1213360852103/rahmen.shtml?1
http://www.lizaswelt.net/2008/07/kollektive-amnesie-in-kln.html
http://ratsinformation.stadt-koeln.de/vo0050.asp?__kvonr=17689&voselect=2893

Die eigentümliche Geschichte der Universität zu Köln

Anlässlich der sog. 625 Jahr-Feier der Uni Köln erlauben wir uns noch einmal ein paar Anmerkungen dazu zu machen und dokumentieren hiermit einen AL Text vom Jahr 2000:

Wie alt wird die Kleine eigentlich?

Erst 81 Jahre, nur 491 Jahre, 612 Jahre oder eher 752 Jahre?

Ein Text der AL über die eigentümliche Geschichtsschreibung der Universität zu Köln.

Menschen machen sich gerne jünger, als sie sind. Bei Institutionen sieht das gelegentlich anders aus. Die alma mater coloniensis feiert nun ihren Geburtstag und kann dabei aus verschiedenen Versionen wählen.

Nach der derzeitigen selbstgewählten Fassung begeht die Uni Köln nunmehr ihren 612. Jahrestag, weil am 21. Mai 1388 der in Rom residierende Papst Urban VI. dem patrizischen Rat der freien Reichsstadt Köln die Genehmigung zur Gründung einer Universität erteilte, um der von seinem avignonesischen Gegenspieler beeinflußten Universität Paris einen romtreuen Gegenpol entgegenzusetzen. Dann zog sich alles noch etwas hin, während der Kölner Stadtrat das Projekt in der Hoffnung auf kaufkräftige Gelehrte und Studenten weiterhin propagierte – erst zwischen Weihnachten und Neujahr 1388 konstituierte sich die Kooperation durch die Wahl eines Rektors, der Vorlesungsbetrieb startete am 6. Januar 1389.

Dann ging alles seinen Gang – 410 Jahre lang wurde in der Zensurinstanz und Kaderschmiede von Inquisition, Gegenreformation und Hexenverfolgung geforscht, gelehrt, mitgeschrieben, gesoffen und duelliert. An mittelalterlichen Gepflogenheiten und Riten festhaltend, wurde die europäische Aufklärung ignoriert. Im April 1798 allerdings – das revolutionäre Frankreich regierte seit 1793 auch in Köln – wurde die Universität schlichtweg geschlossen.

Erst 1919 wurde sie unter Mitwirkung des damaligen Kölner Oberbürgermeisters und späteren Bundeskanzlers Konrad Adenauer als „Bollwerk des deutschen Geistes in den gefährdeten Rheinlanden“ (Rede des ersten Rektors Christian Eckert anläßlich der feierlichen Eröffnung am 12. Juni 1919) neu gegründet.

1933 kam Köln der ministeriellen Verfügung vom 21. April, mit der die Universitäten gleichgeschaltet wurden, zehn Tage zuvor. Die StudentInnenschaft beteiligte sich an der nationalsozialistischen Hetze und organisierte beispielsweise am 17. Mai 1933 eine Bücherverbrennung, bei der 334 Bücher und 1200 Zeitschriften zerstört wurden.

Auf einen dritten möglichen Gründungstermin wird sich bislang eher indirekt bezogen: Die Adresse der Universität ist Albertus-Magnus-Platz, und die Statue des ersten Leiters des studium generale der Dominikaner in Köln (1248-1254, †1280) prangt vor dem Hauptgebäude an exponierter Stelle im Blickfeld des RektorInnenzimmers.

Während noch 1969 stolz die 50-Jahrfeier der neuen Universität zelebriert wurde, beging man bereits 1988 den 600. Geburtstag mit großem Pomp und eigenem Wagen auf dem Rosenmontagszug. Zu diesem Anlaß meldeten sich neben den offiziellen HonoratiorInnen-Jubeltruppen auch (studentische) Stimmen zu Wort, die eine kritische und reflektierte Beschäftigung mit der Geschichte der Universität Köln inklusive ihrer düsteren Kapitel einforderten.

Die 608-Jahrfeier, für die eine Rede des damaligen „Zukunftsministers“ und derzeitig frisch gewählten Fraktionsvorsitzenden der CDU im Landtag von NRW Jürgen Rüttgers in der renovierten Aula geplant war, wurde von 600 bis 800 StudentInnen gestört und verhindert.

Die Feierstunde ist in diesem Jahr erstmalig zu einem Universitätstag der offenen Tür ausgeweitet worden, der mit einem für universitäre Verhältnisse geradezu spektakulären Propagandaaufwand mit Plakaten, Transparenten und auf der Homepage der Universität beworben wird. Auch der von Unabhängigen, RCDS und Lust getragene AStA kam den Bitten von Rektor Jens Peter Meincke in Person seiner Referentin Sabine Strahl, das Ereignis publik zu machen, nach und liefert in der Rückmeldung vom 16. Mai eine fünfseitige Darstellung, die nicht das Ereignis, sondern die mangelnde Präsenz von ProfessorInnen anläßlich vergangener Jahrestage kritisiert. Statt sich beispielsweise mit der Männerbastion Hochschule oder dem ökonomisierten Ausverkauf von Bildung zu beschäftigen, ruft die StudentInnenvertretung damit die ProfesorInnen dazu auf, die „invention of tradition“ gefälligst mitzutragen.

Die interessante Frage für die Zukunft bleibt: Welches Ereignis wird größer, die 100-Jahrfeier 2019 oder die 800-Jahrfeier 2048? Oder wird die Sucht nach dem runden Geburtstag zum Eingeständnis der 121-jährigen Unterbrechung führen? Mit besonderem Interesse sieht die Alternative Liste der 500-Jahrfeier von 2009 entgegen.

Aus einem AL-Flugblatt, im Mai 2000 (überarbeitet für die Webseiten der AL), verteilt an der Uni Köln.

Link zum alten Originaltext: http://al.uni-koeln.de/archiv/geschichte1.html

Zum aktuellen Internetauftritt der Uni Köln 2013 und ihrer 625-jährigen Phantasterei, siehe: http://625jahre.uni-koeln.de/
http://625jahre.uni-koeln.de/5073.html

In Bälde geht es weiter zur wirklichen Geschichte der Uni Köln, nebst den düsteren Kapiteln, wie der gern verschwiegenen und umgedeuteten NS-Vergangenheit – z.B. der Gleichschaltung in vorauseilendem Gehorsam – inklusive Bücherverbrennungen und Co..

AL Plenum 9.7.13

AL Plenum ist immer Dienstags, zweiwöchentlich. Das Nächste ist wieder am 9.7.13 und dann wieder alle zwei Wochen. Interessierte sind stets herzlich willkommen. Die AL erarbeitet z.B. kritische, antikapitalistische, Texte zur Hochschulpolitik, wie dem Wissenschaftsbetrieb, der Bildungs- und Sozialpolitik sowie anderen Themen. Kontakt: AL-Plenum

Empfehlung: Kritik der Politischen Ökonomie (KDPOE)

Ankündigungen zu den Seminaren der Gruppe (AG) „Kritik der Politischen Ökonomie“ Köln und alle Texte findet Ihr unter: kdpoe.wordpress.com
http://kdpoe.files.wordpress.com/2012/05/me_wordpress.jpg

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Weitere alternative und linke Termine für Köln und Umgebung (Köln-Bonn, düsseldorfer, bis aachener Raum) siehe: Plotter

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Juli 2013: Aktionswochen im AZ Köln unter dem Motto: Gather & Resist

Offener Brief zur Auszeichnung “Bester Arbeitgeber” an das Seminar für allgemeine BWL und Personalwirtschaftslehre

Wir dokumentieren hiermit den offenen Brief von politischen Hochschulgruppen an der Uni Köln zur Auszeichnung “Bester Arbeitgeber” an das Seminar für allgemeine Betriebswirtschafts- (BWL) und Personalwirtschaftslehre (PWL) der Uni Köln vom Februar 2013:

Sehr geehrte Damen und Herren des Seminars für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Personalwirtschaft,

in den letzten zwei Wochen gab es nach der Ausstrahlung der ARD-Dokumentation “Ausgeliefert!” zahlreiche Medienberichte zum Geschäftsgebaren des Internetversandhauses Amazon. Berichte sprechen davon, dass (vor allem nichtdeutsche) Leiharbeiter_innen unter katastrophalen Arbeitsbedingungen für Amazon gearbeitet haben. Etwa 5000 Leiharbeiter_innen wurden für das Weihnachtsgeschäft eingestellt und wenige Wochen später wieder entlassen. Manche haben erst am Ende eines Arbeitstages erfahren, dass sie am nächsten Tag ihre Wohnung verlassen müssen und nicht mehr beschäftigt werden würden. Innerhalb von 24 Stunden sollten sie ihre Sachen packen und würden dann weggeschafft. Dabei wurde mit H.E.S.S. eine Sicherheitsfirma mit rechtsradikalem Hintergrund beschäftigt. Diese war beauftragt, die Mitarbeiter_innen zu überwachen. Dies ging von Kontrollen in den Unterbringungen, und damit einem Eindringen in die Privatsphäre, über Verhaltenskontrollen bis hin zu offener Schikanierung.

Außerdem soll die Zeitarbeitsfirma Trenkwalder in den Skandal verwickelt sein. Sie habe Amazon im Weihnachtsgeschäft 1000 Leiharbeiter_innen vermittelt. Laut Angaben der Bundesagentur für Arbeit seien dabei zahlreicheVerstöße gegen das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz und die aus Arbeitnehmer_innensicht ohnehin niedrigen Standards festgestellt worden. Beiden Firmen wurde wenige Tage nach der Ausstrahlung der Dokumentation von Amazon gekündigt.

Tagesschau.de machte am 21.02. publik, dass die Firma Trenkwalder im Wettbewerb “Deutschlands beste Arbeitgeber” einen Preis gewonnen habe. Laut Angaben auf der Homepage www.greatplacetowork.de wurde der 2011
vergebene Preis in der Kategorie “Qualität der Arbeitsplatzkultur” zwar mittlerweile bis zur Klärung der Umstände rund um Amazon ausgesetzt, uns machte es trotzdem stutzig, dass die Uni Köln in die Preisvergabe verwickelt sei. Weitere Recherchen führten uns dann zu Ihrem Seminar, dem Seminar für ABWL und Personalwirtschaftslehre.

Als Studierende der Universität interessiert uns nun, welche Rolle das Seminar für ABWL und Personalwirtschaftslehre bei der Vergabe des Preises gespielt hat. Die Tatsache, dass eine Institution wie die Uni Köln in eine solche
Preisvergabe involviert ist, setzt, unabhängig vom gewählten Auswahlverfahren und dem Verwicklungsgrad, ein Zeichen, dass es eine seriöse Auszeichnung sei. Die Uni steht mit Ihrem Namen dafür ein, dass Trenkwalder ein guter Arbeitgeber sei.

Die Vergabe des Preises überrascht uns jedoch, da zu den offiziellen Kategorien des Wettbewerbs die Kategorien “Glaubwürdigkeit, Respekt, Fairness, Stolz und Teamgeist” gehören. Nicht erst seit dem Amazon-Skandal steht jedoch fest, dass genau diese Werte durch Zeitarbeit torpediert werden. Ein wichtiges Ziel ist es ja, durch Zeitarbeit gute Arbeitsbedingungen zu verhindern, um Löhne und Sozialabgaben zu drücken und um flexibel Arbeiter_innen einstellen und entlassen zu können. So soll die Wettbewerbsfähigkeit gestärkt werden. Gute Arbeitsbedingungen kommen in dieser Rechnung nicht vor.

Ein Zeitarbeitsunternehmen als guten Arbeitgeber zu bezeichnen, konterkariert die Idee, dass hinter so einem Wettbewerb stehen könnte, wirklich gute Arbeitgeber auszuzeichnen. Selbst wenn die eigentliche Zeitarbeit gar nicht bewertet wird

Da uns bisher nicht deutlich wird, wie das Seminar in den Skandal verwickelt ist, bitten wir Sie, mit diesem offenen Brief öffentlich Stellung zu nehmen und klar zu stellen, welche Bedingungen aus Ihrer Sicht gegeben sein müssen um
von guter Arbeit und von guten Arbeitgeber_innen zu reden.

Dies ist für uns auch bedeutungsvoll, da in den Ziel- und Leistungsvereinbarungen zwischen der Universität zu Köln und demMinisterium für Innovation, Wissenschaft und Forschung in § 10 vereinbart wurde, dass ein Kodex “Gute Arbeit an Hochschulen“ entwickelt werden soll. Dies ist aus unserer Sicht unvereinbar mit der möglichen Stärkung schlechter Arbeitsbedingungen außerhalb der Hochschule.

Über eine zeitnahe Reaktion würden wir uns sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen
Die Hochschulgruppen

campus:grün, Alternative Liste (AL), dielinke.sds, Piraten Hochschulgruppe

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Nachtrag: Eine öffentliche Reaktion aus dem Seminar an der UK dazu gab es bisher nicht. Wohl aber dafür Interviewanfragen von öffentlichen Medien, der Presse an die Hochschulgruppen (HSG) aus Köln und anderswo.

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Am 9. April 2013 kam dann eine Erklärung vom Seminar die darum hiermit dokumentiert wird:

„Sehr geehrte Damen und Herren,
[…]
· Wir haben mit der Preisvergabe nichts zu tun und hatten dies auch nie.
· Weder der Lehrstuhl noch irgendein Mitarbeiter hat je Geld von Great-Place-To-Work bekommen.
· Hintergrund: Wir haben vor einigen Jahren einmal Daten für ein Forschungsprojekt bekommen aus einer großzahligen Beschäftigtenbefragung, die vom Arbeitsministerium finanziert worden ist und von GPTW durchgeführt wurde. Daraufhin haben wir einige wenige Fragen für weitere Befragungen von GPTW vorgeschlagen, die uns in der Forschung interessieren. Great-Place-To-Work hat uns daraufhin als Forschungspartner auf ihrer Webseite genannt. Es scheint daraus der Eindruck entstanden zu sein, dass wir an der Preisvergabe beteiligt sind. Dies ist nicht der Fall.
Mit freundlichen Grüßen
[…]
Seminar für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Personalwirtschaftslehre
Universität zu Köln
Herbert-Lewin-Str. 2
D-50931 Köln“

Plenum 19.2.

Kontakt: al-plenum [at] uni-koeln [.] de

Projektgruppe Inklusion – PG-Treffen am 29.11.12

Unser letztes Treffen liegt fast schon wieder zwei Wochen zurück, und wir können sicher sagen, dass in der Runde ein sehr angeregter Austausch stattgefunden hat. Wir haben die Projekte der PG vorgestellt und reflektiert. Jetzt soll an einem weiteren Konzept gearbeitet werden.

Donnerstag den 29.11 wie gehabt um 18 Uhr in der StAVV-Garage.
Wir freuen uns über eure Anwesenheit.
Wir werden unsere Tops rumschicken, sobald diese formuliert sind. Wenn ihr nicht teilnehmen könnt, könnt ihr trotzdem jederzeit eure Gedanken und Interessen mitteilen.

Kontakt: http://projektgruppeinklusion.blogsport.eu/kontakt/

Save the Date:
28.11.2012 Meet`n´Greet StAVV
03.12.2012 Welt Behinderten Tag
17.12.2012 Winterfest Fachschaften Aktions Kreis

http://projektgruppeinklusion.blogsport.eu/nachstes-treffen/

http://projektgruppeinklusion.blogsport.eu/

6.12. Verhandlung im Fall BAYER und die Uni Köln vor dem VG Köln

Uni-Kooperationen der BAYER AG

„Im Frühjahr 2008 vereinbarte der BAYER-Konzern mit der kölner Hochschule [Universität zu Köln] eine Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Pharma-Forschung. Die Vertragsbedingungen bleiben jedoch im Dunklen. Wir befürchten eine Ausrichtung der pharmakologischen Forschung an öffentlichen Einrichtungen nach rein wirtschaftlichen Kriterien.

[Mehr als] zehn Verbände [, Gruppen und Einzelpersonen] unterstützen [die] Forderung, den Vertragstext offen zu legen [u.a. die AL]. Die Beauftragte für Informationsfreiheit des Landes NRW befürwortet [das] Anliegen. Trotzdem verweigert die Universität weiterhin eine Einsichtnahme. Die CBG hat daher Klage eingereicht.

Der Prozess beginnt am 6.12. vor dem Verwaltungsgericht Köln. UnterstützerInnen und ProzessbeobachterInnen treffen sich ab 8.45 Uhr vor dem Gericht am Apellhofplatz, Eingang Burgmauer (300m vom Hbf Köln)“.

Quelle: CBG / mehr siehe: http://www.cbgnetwork.org/2730.html

Verträge offen legen. Für mehr öffentliche Kontrolle und eine demokratische Uni.

Kritik des Geldes und der Geldkritik

Kritik des Geldes und der Geldkritik

10. November 2012, Raum 9, HumF, Uni Köln

Tagesseminar der Projektgruppe Kritik der Politischen Ökonomie Köln zur
„Kritik des Geldes und der Geldkritik“ (Ankündigung, PDF)

Workshop von 11Uhr bis 17:30Uhr

Anmeldung, Kontakt: kdpoe (at) gmx (dot) net

9.11.12 Vortrag und Diskussion mit Michael Albert

Parecon –
Leben nach dem Kapitalismus


Veranstaltung mit dem us-amerikanischen Kapitalismuskritiker
Michael Albert, der die zentralen postkapitalistischen Ideen seines Buches ‚Parecon –
Leben nach dem Kapitalismus‘ vorstellen wird. Anschließend Diskussion.

09. November 2012 um 18:30 Uhr in Raum 402 des Hauptgebäudes der Humanwissenschaftlichen Fakultät, Uni Köln (Gronewaldstr. 2, 50931 Köln).

Siehe: http://alunikoeln.blogsport.de/images/Gastvortrag_MichaelAlbert.pdf

Vgl.: http://www.schoolisopen.uni-koeln.de/blog/2012/10/24/michael-albert-parecon/

Zum Buch: http://www.parecon.de/

http://www.parecon.de/index_html/parecon_buch_160.gif

10.11.12: Kritik des Geldes und Geldkritik

Kritisches Seminar, Vortrag und Diskussion

Kritik des Geldes und Geldkritik

Geld regiere die Welt trichtert uns der so genannte Volksmund von klein auf ein und erklärt auf diese Weise die unterschiedlichsten Missstände an allen Ecken und Enden unserer Welt hinfort.
Meint dieser Spruch möglicherweise das Gleiche, wie der Satz aus dem Kommunistischen Manifest: »Die Bourgeoisie, wo sie zur Herrschaft gekommen, hat … kein anderes Band zwischen Mensch und Mensch übriggelassen als das nackte Interesse, als die gefühllose ›bare Zahlung‹«?
Oder lässt die Fixierung auf den Fetisch Geld den genaueren Blick auf die konkreten Verhältnisse dahinter überflüssig scheinen? Und stimmt diese Behauptung über das »Regieren« so überhaupt?
Und angenommen, dem wäre so, bliebe immer noch die Frage nach dem warum zu klären.

Um sich der Beantwortung dieser Fragen anzunähern, soll zuerst ein Überblick gegeben werden, welche höchst unterschiedlichen Formen und Funktionen Geld in den bisherigen Phasen der Menschheitsgeschichte bereits innegehabt hat.
Und darüber hinaus, in welchem Zusammenhang diese Formen und Funktionen wiederum mit den jeweiligen Produktionsverhältnissen standen und stehen.
Wurde Geld in früheren Epochen als Mittel der Schatzbildung oder als Zahlungs-/Austauschmittel benutzt – dann meist in Form von Metallen oder Nahrungsmitteln als Naturalformen – hat es nach Marx mit der Entstehung des Kapitalismus und der »Klassenherrschaft der Bourgeoisie« (s. o.) eine gänzlich neue, zusätzliche Funktion erhalten:
Als sich (scheinbar) selbst vermehrender Wert, als Geld heckendes Geld, als Kapital, als automatisches Subjekt. Der Wert wird »das Subjekt eines Prozesses, worin er unter dem beständigen Wechsel der Formen von Geld und Ware seine Größe selbst verändert, sich als Mehrwert von sich selbst als ursprünglichem Wert abstößt, sich selbst verwertet. Denn die Bewegung, worin er Mehrwert zusetzt, ist seine eigne Bewegung, seine Verwertung also Selbstverwertung. Er hat die okkulte Qualität erhalten, Wert zu setzen, weil er Wert ist. Er wirft lebendige Junge oder legt wenigstens goldne Eier.« (MEW 23, S. 168f.)

Eine genauere Betrachtung des Geldfetischs möchten wir in unserem Tagesseminar am 10. November 2012 anstellen und sie gleichzeitig als Ausgangspunkt nehmen zur Auseinandersetzung mit der Rolle der Banken und des Bankenkapitals (nicht nur) innerhalb der aktuellen Finanzkrise.

Für die Kritik der Politischen Ökonomie gehören allerdings Warenproduktion, Zirkulation und Finanzkapital zu einem unauflöslichen Zusammenhang von Ausbeutung.

Reduziert man die kapitalistische Produktionsweise auf die »Herrschaft des Geldes«, dann sind Schuldzuweisungen gegenüber den Banken und Personalisierungen (wie »die Ackermänner«) die unvermeidliche politisch reaktionäre Folge, z. B. bei Occupy Germany:
»Das korrupte amerikanische Finanzsystem ist ein Krebsgeschwür, das die gesamte westliche Welt befällt. Die Politik schaut tatenlos zu, wie ganze Staaten von kriminellen Spekulanten regelrecht hingerichtet werden.«

Wie wenig sinnvoll derartige Reaktionen auf die konkrete Misere namens Realität im Endeffekt sind und wie wenig sie mit den tatsächlich ablaufenden Mechanismen der Gesellschaften, in denen kapitalistische Produktionsweise herrscht zu tun haben, diesen Themen möchten wir dann im zweiten Teil des Seminars nachgehen und die fetischisierte Betrachtung des Geldfetisch – in seinen verschiedenen regressiven, antisemitischen oder reformistischen Erscheinungsformen (David Graeber: »Ob das Geld jemals ganz verschwinden wird, wer kann das sagen? … Es ist schwer, sich eine komplexe Weltgesellschaft vorzustellen, in der bestimmte unterschiedliche Werte oder Arbeitsleistungen nicht über Geld miteinander vermittelt werden.«) kritisch dekonstruieren.

Samstag, 10. November 2012
11.00 bis 17.00 Uhr
im Raum 9, HumF Uni Köln
Gronewaldstr. 2, 50931 Köln

Bitte anmelden unter E-Mail-Adresse: kdpoe [at] gmx [punkt] net

Seminar im Rahmen der Einführung in die Kritik der Politischen Ökonomie II an der Uni Köln

Siehe: http://alunikoeln.blogsport.de/images/EinladungMarxismusseminar1220121110.pdf

Vgl.:
http://alunikoeln.blogsport.de/2012/08/24/einfuehrung-in-die-kritik-der-…
http://alunikoeln.blogsport.de/images/AL_Einfhrung_i_d_K_d_P__II.pdf
https://linksunten.indymedia.org/en/node/65880
https://linksunten.indymedia.org/de/node/66988

Einführung in die Kritik der Politischen Ökonomie II

12.10.2012 – 01.02.2013
Kritisches Seminar im Rahmen von School Is Open:
Das Uni-Seminar zur Kritik der Politischen Ökonomie (II) wird im Wintersemester (WiSe) fortgesetzt.
Ebenfalls Freitags von 10 bis 11.30 in Raum 9 an der Humf, Uni Köln, Gronewaldstr. 2.

Seminarinhalt:
Seminarinhalt

Vorstellungstext / Kommentar:
Textauszug

Info: PDF, Auszug des Unidokumentes, zur Anmeldung, Literatur, usw..

10.07.2012 AL Plenum

Das nächste AL-Plenum findet am Dienstag, den 10.7. pünktlich 18Uhr in der StAVV-Garage an der HumF statt. Wer eine Wegbeschreibung braucht meldet sich bitte einfach.

Themen: Strukturen, Orga und Texte/Inhalte.

Textbsp., Auszüge, siehe:
- http://alunikoeln.blogsport.de/2012/06/23/artikel-fuer-den-nachdruck-juni-2012/
- http://krise.blogsport.de/2010/01/02/aufruf-zur-studidemo-30012010/#more-18

Mehr dazu auf dem Plenum.

Neues Blog der PG Inklusion

„Projektgruppe Inklusion (AL):

Wir sind aus der basisdemokratischen Hochschulgruppe Alternative Liste entstanden und haben und im SoSe 2012 gegründet.

Auf dem Humf-Festival, am Dienstag, den 03. Juli 2012, sind wir als PG mit unserem Info- und Aktionsstand vertreten. Hier informieren wir über die erstrebenswerte Utopie der Inklusion. Des weiteren bieten wir verschiedene Aktionen an die sich mit dem Thema Inklusion beschäftigen (Stille Diskussion, Power Walk, Rollatoren Parcour, usw.)“

Weiterlesen auf: projektgruppeinklusion.blogsport.eu

Artikel für den Nachdruck Juni 2012

Im Juni 2012 ist wieder eine Ausgabe des Nachdrucks erschienen. Auch dieses Mal mit einem von der AL getragenen Artikel zu Studienverhältnissen: Studieren der Sachzwänge. Stellschrauben der bestehenden Studienverhältnisse (pdf).

Es handelt sich dabei um eine Momentaufnahme, die nicht dazu verleiten sollte, frühere Studienverhältnisse zu glorifizieren. Die Durchdringung des Studium durch Verwertung etc. ist kein Phänomen von Creditpoints, sondern findet sich auch in der Verkehrung von Studium zu Ausbildung wieder.




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