Archiv der Kategorie 'Feminismus'

AStA muss „Richtlinie zum Umgang mit sexualisierter Diskriminierung“ bekanntmachen

Wir hatten davon berichtet (link), dass der AStA sich geweigert hatte, einen Flyer zur Bekanntmachung der „Richtlinie zum Umgang mit sexualisierter Diskriminierung“ in die Beutel für Studienanfänger*innen zu legen. Die studentischen Vertreterinnen* der Richtlinie haben daraufhin, im Studierendenparlament (StuPa) einen Antrag (pdf) gestellt, durch den der AStA zur gezielten Bekanntmachung der Richtlinie verpflichtet wird.

Das Studierendenparlament hat am 28. April 2015 diesem Antrag mit großer Mehrheit zugestimmt :) – Wir freuen uns mit den Antragstellerinnen*.

AStA behindert Umsetzung der „Richtlinie zum Umgang mit sexualisierter Diskriminierung“

Der AStA der Uni Köln hat sich geweigert, einen Flyer mit Hinweis auf die „Richtlinie zum Umgang mit sexualisierter Diskriminierung an der Universität zu Köln“ in die „Ersti-Beutel“ (für Studierende im ersten Semester) einzupacken. Die Richtlinie wurde 2014 vom Senat der Universität zu Köln verabschiedet und ist ein Schritt, einen konkreten Umgang mit sexualisierter Diskriminierung an der Universität zu finden sowie den sexistischen Alltag an der Hochschule sichtbarer zu machen. Das Verständnis von sexualisierter Diskriminierung umfasst neben unerwünschten Berührungen auch sexualisierte Kommentare, genauso wie sexistische und heteronormative Lehrinhalte.

Die Richtlinie findet Ihr unter: http://www.gb.uni-koeln.de/e2106/e2113/e15154/20131112_Richtlinie_sexDiskriminierung.pdf

Der AStA weigerte sich, den Flyer zur Richtlinie in die Ersti-Beutel aufzunehmen, da nur solche Flyer aufgenommen werden sollten, die mit einem „Gimmick“ wie z.B. einer Kölsch-Flasche, Kondomen, Bonbons usw. versehen waren – vorgeblich aus ökologischen Gründen. Mit den Beuteln Informationen über Anti-Diskriminierungs-Maßnahmen an der Hochschule unter Studienanfänger*innen zu verbreiten, erscheint dem AStA also abwegig. Somit befindet sich nun im Beutel ausschließlich kommerzielle Werbung.

Dass der AStA sich einer Unterstützung der Richtlinie über die Ersti-Beutel verweigert, ist eine blanke Frechheit und ein Affront gegen die antisexistische Arbeit an der Hochschule durch die Richtlinie. Wir, die Alternative Liste, können und wollen diese Haltung des AStAs nicht unkommentiert lassen. Wir unterstützen den Antrag der studentischen Vertreterinnen* der Richtlinie an das Studierendenparlament und AStA (link). Wir rufen außerdem zur Unterstützung der Antragstellerinnen* im StuPas auf. Ob der Antrag in der kommenden Sitzung am 28. April oder in der darauffolgenden Anfang Mai verhandelt wird, steht noch nicht zweifelsfrei fest. Wenn ihr Interesse habt, bitten wir euch, uns zu mailen (link), damit wir einen kleinen Verteiler erstellen können, um euch alle weiteren und auch kurzfristigen Infos zukommen zu lassen.

Die nächste StuPa-Sitzung ist am 28. April 2015, 20 Uhr, Hörsaal II (Hauptgebäude).

Diskussion zu den Protesten gegen die EZB-Eröffnung

Wir laden ein zu einer Diskussionsveranstaltung zum Thema „Proteste gegen die EZB-Eröffnung“.

Am 18. März 2015 wird in Frankfurt das neue Gebäude der (mehr…)

Initiative Burschenschaftliche Zukunft – Neue Ausrichtungen von Burschis?

„Namen mit Narben verkaufen sich schwerer.“ – Marie Curry (1)

Vom 6. bis 8. März soll im Zuge eines bundesweiten Treffens verschiedener Burschenschaften in Gießen, die Gründung eines neuen burschenschaftlichen Dachverbandes namens „Initiative Burschenschaftliche Zukunft“ (IBZ) vorbereitet werden. In einer Mitteilung einer lokalen Antifagruppe heißt es über Sinn und Zweck dieser Neugründung: „Dieser Dachverband soll eine Alternative bieten für Burschenschaften, die aus der „Deutschen Burschenschaft“ (DB) ausgetreten sind und in der „Neuen Deutschen Burschenschaft“ (NDB) keinen adäquaten Ersatz sehen.“ (2)

Beteiligt ist an der Gründung der IBZ auch die Burschenschaft Alemannia aus Köln, die sich noch immer dem Wahlspruch „Ehre – Freiheit – Vaterland“ verpflichtet sieht, ebenso wie die Verbände DB und IBZ. Letzterer Verband hält zu den drei Begriffen des Wahlspruches in seiner Grundsatzerklärung vom 3. März 2012 mit positivem Bezug auf die DB fest, ihre Mitglieder bekannten sich zu diesem „als unteilbar gleichberechtigtem Dreiklang“ von Ehre, Freiheit und Vaterland. (3)

Die DB als größter Dachverband deutscher Burschenschaften hat seit einiger Zeit mit einem massiven Imageproblem zu kämpfen. Der Ruf der DB wurde nicht zuletzt nachhaltig geschädigt, indem die Burschenschaft „Raczeks“ aus Bonn versuchte, einen als „Ariernachweis“ bundesweit bekannt gewordenen Paragraphen d.h. eine Abstammungsprüfung der Mitglieder in die Satzung der DB aufnehmen zu lassen. Sammelten sich aus der DB ausgetretene Burschenschaften lange im alternativ bestehenden Dachverband NDB, so ist dieser den Burschenschaften der IBZ offensichtlich nicht konsequent genug in der Auslegung der Ziele und Ideale einer männerbündischen, burschenschaftlichen Gemeinschaft. (4)

Die Burschenschaft „Germania“ aus Köln, welche weiterhin in der DB organisiert ist, verpflichtet sich dem Motto „Halt faß am Rich!“ (übersetzt: „Halte fest am Reich!“). Mit Blick auf die Farben der Burschenschaft (Schwarz, Weiß, Rot) wird deutlicher, dass dieses Motto Bezüge zum Deutschen Reich und damit auf einen Zeitraum von 1871 bis 1945 herstellt. Die „Germania“ hat folglich keinerlei Schwierigkeiten sich auf Monarchie, rassistische Deutschtümelei und in letzter Konsequenz auf die Shoa positiv zu beziehen. Die Burschenschafter, sowohl der DB als auch der IBZ betrachten das Deutsche Reich bis heute als ihr Vaterland: „Die Mitglieder der Initiative Burschenschaftliche Zukunft bekennen sich zum volkstumsbezogenen Vaterlandsbegriff und damit zum deutschen Vaterland als der geistig-kulturellen Heimat des deutschen Volkes.“ (5)

Die Gründung der IBZ, das wird schon zu Beginn deutlich sichtbar, ist der Versuch, sich des Images eines Nazi-Dachverbandes zu entledigen. Beibehalten wird hierbei jedoch das reaktionäre Gedankengut, das auch in der DB gepflegt wird und welches unter anderem eben auch einen Arierparagraphen hervorbringt. Dem Versuch, nach außen die Narben rassistischer Programmatik zu retuschieren, gilt es entschlossen entgegenzuwirken.

No future for the german fraternity!

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(1) Neonschwarz: 2014, URL: https://www.youtube.com/watch?v=23ThdwtZlbM (zuletzt abgerufen am 05.03.2015).
(2) Antifa R4: Alternative für Burschenschaften, URL: http://antifa-r4.blogspot.de/2015/02/alternative-fur-burschenschaften.html (zuletzt abgerufen am 03.03.2015).
(3) „Initiative Burschenschaftliche Zukunft“: „Gründungsurkunde“, URL: http://stuttgarter-initiative.de/wp-content/uploads/2012/03/2012-03-03-IBZ-Gr%C3%BCndungsurkunde-scan.pdf (zuletzt abgerufen am 03.03.2015).
(4) Noch immer eint alle drei Dachverbände – DB, NDB und IBZ – der organisatorische Ausschluss von Frauen*.
(5) „Initiative Burschenschaftliche Zukunft“: „Gründungsurkunde“. Vgl. Fußnote 3

Über uns

Selbstdarstellung der AL

Hiermit stellen wir Euch eine aktuelle Kurzinfo zu uns vor:

Alternative Liste – AL
Uni Köln

»Es gibt kein Recht zu gehorchen«
(frei nach Hannah Arendt)

Wir sind eine Hochschulgruppe in der sich unabhängige und undogmatische Linke treffen und wir wollen u.a. eine Uni wie eine Gesellschaft, in der sich Menschen frei und gleichberechtigt entfalten können. Z.B. durch selbst bestimmte, interdisziplinäre Bildung statt Anwesenheitspflicht, Modulhäppchen und Zwangszuteilungen a la KLIPS.

Wir fordern eine grundlegende Demokratisierung der Hochschule und des Bildungswesens – d.h.: Paritätische Vertretung in allen Gremien und Vetorecht der Studierendenschaft bei allen sie betreffenden Belangen.

Wir wollen den freien Zugang für alle zu Hochschulen und anderen Bildungseinrichtungen – kostenlose Bildung für Alle. Statt Aussonderung und Leistungsdruck in der Klassenschule – die freie Entfaltung in der »Einen Schule für Alle«.

Frauen erhalten in der BRD durchschnittlich 23 Prozent weniger Lohn. In der Hochschule sitzen an den Schaltstellen überwiegend Männer. Die Lebensrealität von Frauen und sexualisierte Gewalt werden ignoriert.
Menschen werden auf längst überholte, konservative und wissenschaftlich widerlegte Geschlechterstereotype reduziert sowie festgelegt.
Schluß damit!
Diese antiemanzipatorischen Schranken müssen endlich abgeschafft werden.

Wir stehen für das Recht auf selbst gewählte Lebensweisen und gegen die so genannte deutsche Leitkultur und fordern gleiche Rechte für Alle.

Die Zerstörung der Natur, wie des Klimas und der natürlichen Lebensgrundlagen durch die kapitalistischen Destruktivkräfte geht weiter – trotz des weit verbreiteten »Greenwashings«. Schwarz-grün-rote Reformismen entlarven wir und fordern: AKWs abschalten sofort und nicht erst vielleicht nach 2020 oder später! Wir setzen uns für eine regenerative dezentrale Energieversorgung u.a. auch an der Uni ein.

Wir fordern eine menschlich orientierte und umfassende materielle Existenzsicherung und kostenlose Gesundheitsversorgung für Alle.

Die Unterdrückungsorgane wie die Polizei, das Militär und Sicherheitsdienste brauchen wir an der Uni nicht. Wir sind gegen Repression und Überwachung und fordern umfassend Abrüstung und dagegen die Entwicklung von Alternativen, gegen das Strafsystem. Bundeswehr – Wegtreten!

Wir bekämpfen Antisemitismus, Rassismus und Faschismus, rechte Burschenschaften, Pro Köln, wie alte und neue Nazis, Neonazis und alle, die Menschen gegeneinander hetzen, sie einteilen wollen in besser und schlechter, mehr oder weniger wert.

Die AL steht darum für basisdemokratische Alternativen

Wir sind emanzipatorische Linke – sozial, ökologisch, feministisch und antifaschistisch. Die AL hat eine offene basisdemokratische Struktur. Auf den Treffen der AL können alle, die sich für diese Ziele einsetzen wollen, gleichberechtigt diskutieren und konsensual mitentscheiden.

Wir beteiligen uns an Bildungsstreiks, an Protesten gegen die Kapitalisierung der Hochschulen, aber auch an vergleichbaren Aktionen außerhalb der Uni. Wir wollen Impulse geben für ein solidarisches, inklusives und emanzipatorisches Zusammenarbeiten und Leben, weit über die Hochschule hinaus, in einer freien Gesellschaft.

Es geht um den »kommenden Aufstand« – wie z. B. in Griechenland, Spanien oder Nordafrika, es geht nicht um kleine Verbesserungen, sondern ums Ganze. Darum ist die AL ist unabhängig von Parteien und vom AStA. An den Fachbereichen unterstützten wir basisdemokratische Fachschaften und kritische Institutsgruppen.

»Im Innersten wissen alle Menschen: Es wäre möglich, es könnte anders sein. Sie könnten nicht nur ohne Hunger und ohne Angst leben, sondern auch als Freie leben. Gleichzeitig hat ihnen gegenüber die gesellschaftliche Apparatur sich so verhärtet, dass das, was als greifbare Möglichkeit, als die offenbare Möglichkeit der Erfüllung ihnen vor Augen steht, ihnen sich als radikal unmöglich präsentiert« (Theodor W. Adorno)

Interessierte sind herzlich willkommen; wir treffen uns wöchentlich Dienstags um 18:00 in Raum 10 an der Humanwissenschaftlichen Fakultät. Eventuell abweichende Termine im neuen Semester findet ihr auf der Homepage.
Infos über unsere thematischen Veranstaltungen erhaltet ihr über unseren Mailverteiler AL‐Info oder ebenfalls auf unserer Homepage.

http://www.alunikoeln.blogsport.de/

Archiv: http://www.al.uni-koeln.de/

Kontakt: al ‐ plenum at uni ‐ koeln . de

Wenn Ihr mehr von uns zu uns wissen oder mitmachen möchtet; kommt zum Plenum.

Zsammen können wir nach den Sternen greifen

Denn … nur „Zusammen können wir nach den Sternen greifen“ (AL)

26.-28.7. Iranische Frauen-Konferenz an der Uni Köln

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Vom 26.-28. Juli findet die Iranian Women’s Studies Foundation Conference an der Uni Köln statt – zur Beschreibung der Konferenz siehe weiter unten oder unter www.iwsf2013.org. Für die Konferenz sind 30-50 kostenlose Plätze für Student*Innen reserviert, meldet euch dafür bis zum 15.7.2013 an. Während der Vorträge gibt es auch eine Kinderbetreuung.

Auf diese Weise könnt ihr die Konferenz unterstützen:
Für die aus der ganzen Welt anreisenden Frauen werden noch private Schlafplätze gesucht; Meldet euch, wenn ihr für die Tage Platz, Interesse und Lust auf Besuch habt; ob ihr Bett/ Couch oder einen Platz auf dem Fußboden anbietet, die Frauen Schlafsäcke mitbringen sollen. Schreibt doch bitte auch in welchen Sprachen ihr euch verständigen könnt.
Für die Konferenz selber werden außerdem noch Helfer*innen gesucht.
Die E-Mail-Kontaktadresse ist: iwsf2013 (at) gmail (punkt) com

Ankündigungstext:

    Nicht über sie, nicht für sie, sondern das Reden Ihnen überlassen!

Ankündigung zur diesjährigern Internationalen iranischen Frauenforschungskonferenz (IWSF) vom 26-28.07.2013 in Köln

Wir freuen uns Sie zur 24. Iranian Women`s Studies Foundation Konferenz (IWSF) einladen zu können. Die Konferenz findet vom 26-28.07.2013 in der Aula der Humanwissenschaftliche Fakultät der Universität zu Köln, Gronewaldstraße 2, 50931 Köln statt. Titel der Konferenz ist

„Frau, ihr Körper und das Recht auf Selbstbestimmung“.

Die IWSF- Konferenz (www.iwsf.org) wurde 1990 u.a. von der Aktivistin Golnaz Amin in Cambridge, Massachusetts gegründet und findet seitdem jährlich als Weltfrauenkonferenz in verschiedenen Städten der Welt (2012 Cambridge-USA, 2010 Sorbonne- Frankreich, 2009 Hannover- BRD, 2008- Berkeley- USA, 2006 Montral- Canada) statt.

Auf den Konferenzen beschäftigen sich mehrere hundert Frauen aus der ganzen Welt mit der Rolle der iranischen Frau bzw. den Frauen im nahen und mittleren Osten.

Bereichert werden die Konferenzen auch immer um ein kulturelles Rahmenprogramm mit Musik, Theater und Kunstausstellungen.

Das Ziel der IWSF- Konferenz ist es dabei u.a. ein Forum des kommunikativen Austausches für Frauen zu sein und als weltweites Netzwerk für iranische Frauen zu dienen.

Wie bereits erwähnt findet die Konferenz in diesem Jahr vom 26.- 28.07.13 an der Universität zu Köln statt. Hier werden ca. 400 Frauen aus aller Welt erwartet. Sie beschäftigen sich drei Tag mit Themen wie der Verschleierung, Sexualität, der sexuellen Orientierung im Iran und anderswo, und auch dem Selbstverständnis der Frauen und ihrer Selbstbestimmung.

Nach dem sogenannten Arabischen Frühling ist das öffentliche Interesse an Information aus erster Hand sehr hoch. Hierbei liegt der Fokus häufig auf den fundamentlistisch- moslemischen Strömungen. Dies ist jedoch nur eine Strömung, die in den islamisch geprägten Ländern präsent ist. Die Konferenz in Köln bietet die ungewöhnliche und gute Gelegenheit mit Frauen aus vielen Ländern in den direkten Austausch zu treten und andere und vielfältige freiheitliche Strömunen kennen zu lernen, denn ein Schwerpunkt wird in diesem Jahr der Austausch mit Frauen aus islamisch geprägten Communities/Regionen sein.

Das Anliegen der Konferenz ist es auch, den Frauen eine Stimme zu geben und mit den Frauen zu sprechen und sie selbst sprechen zu lassen, nur so lassen sich- unserer Meinung nach- Vorurteile und Feindbilder abbauen.

Dies zu nutzten halten wir für sinnvoll, zumal wir uns dadurch eine Unterstützung den Aktivist_innen in Deutschland und in Ländern erhoffen, deren Kampf für ein menschenwürdige Lebens- und Rechtlagen noch nicht abgeschlossen ist.

Mit freundlichen Grüßen

Die Vorbereitungsgruppe der IWSF- Konferenz

Köln, 20.06.13

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Ablauf:

Zu Beginn eines jeden Tags besteht die Möglichkeit, sich zwischen 8 Uhr und 09:30Uhr anzumelden. An beiden Abenden ist ein kulturelles Programm geplant, am dritten Abend ein Abschlussfest.

Am Freitag, 26.07.13 werden die Teilnehmerinnen ab 09:30 von der Vorbereitungsgruppe Köln und einer Vertreterin der Universität zu Köln begrüßt und die Künstlerinnen, die während der gesamten Konferenz ihre Arbeit zeigen, vorgestellt.

Der erste Tag steht unter dem Thema: Frau-Körper-Selbstbestimmung.

Es sollen folgende Themen erörtert werden:

Wie lässt sich der Begriff der Selbstbestimmung historisch, sozial und politisch definieren und einordnen?

Welche Ansätze haben unterschiedliche Strömungen, wie z. B. (Post-) Strukturalismus, (De-) Konstruktivismus, Feministische oder Kritische Theorie?

Welche Handlungsmöglichkeiten sehen diese für Frauen in der iranischen Gesellschaft?

Inwiefern ergänzen sich Verschleierung und Sexualisierung von Frauen?

Welche Handlungsmöglichkeiten ergeben sich im Spannungsfeld mit der Staatsgewalt?

Wie können sich Frauen selbstbestimmt für oder gegen Verschleierung entscheiden?

Wie wirkt sich ein Verbot von Verschleierung aus?

Welche rassistischen und anti-muslimischen Diskurse wirken in öffentlichen Räumen und Debatten in Bezug auf Verschleierung?

Wie wirken sich diese auf die weibliche Selbstbestimmung aus?

Es sind zwei Gastvorträge mit jeweils anschließender Diskussion und eine Podiumsdiskussion geplant.

Den ersten Vortrag, um 10:30 Uhr, hält Susanne Baer(Richterin am Bundesverfassungsgericht, Professorin an der HU Berlin, Schwerpunkt Geschlechterforschung).

Anschließend findet die Preisverleihung der Hamed- Shahidian-Stiftung statt (11:30Uhr)

Nach der Mittagspause (12 bis 14 Uhr) spricht Frau Amal Ramsis aus Ägypten über die Situation der Frauen nach dem „Arabischen Frühling“.

Um 15 Uhr ist die jährliche IWSF Ehrung der Frau des Jahres geplant.

Für die Podiumsdiskussion, ab 16:30 Uhr, bei der es um das Thema „Der Körper der Frau und die Verschleierung in islamischen Kulturen“ geht, sprechen folgende Rednerinnen:

Seyran Ates (Berliner Anwältin, Autorin), Sedigheh Vasmaghi (Islamische Theologin aus Schweden), Alice Schwarzer (Kölner Journalistin und Autorin), Chahla Chafiq (Schriftstellerin und Soziologin aus Frankreich)

Ciler Firtina (Journalistin aus Köln) wird die Diskussion moderieren.

Nach dem Abendessen beginnt dann ab 20 Uhr das Musik- und Tanzprogramm mit Krikela (Sologesang und Gitarre, Köln) Rajaa (Tanz aus der arabischen Welt, Köln) und Sima Khaleghi (Musik aus Aserbaidschan, Köln)

Am Samstag, 27.07.13 steht das Thema Frau – Körper – Sexualität im Mittelpunkt.

Folgende Fragen sollen erörtert werden:

Inwiefern wird der Körper und die Sexualität innerhalb der Sprache als Tabu behandelt?

Welche Gemeinsamkeiten oder Unterschiede in Bezug auf Körper und Sexualität lassen sich in der persischen Sprache, in anderen Sprachen von muslimisch geprägten Ländern/Communities, in der deutschen und englischen Sprache feststellen?

Welche Normen und Moralvorstellungen in Bezug auf Jungfräulichkeit wirken oder wirken nicht auf Frauen in der heutigen iranischen Gesellschaft, bzw. in iranischen Communities?

Welche Konsequenzen hat dies im Leben der Frauen?

An diesem Tag soll es nach dem Grußwort der IWSF- Leiterin aus den USA nacheinander 4 kurze Redebeiträge mit anschließender Möglichkeit zur Klärung von Fragen und Diskussion geben.

Folgende Rednerinnen werden sprechen:

10:00 Uhr: Azad (Iran): Frauenkörper und Schamgefühl im religiösen und traditionellen Kontext

10:30 Uhr: Najmeh Mousavi (Frankreich):

Gender und das Recht auf Selbstbestimmung

11:00 Uhr: Soudeh Rad (Frankreich):

Körper der Frau als Achillesferse der iranischen Patriarchatsstrukruren

11:30 Uhr: Maryam (Iran): Der männliche und weibliche Blick auf Frauenkörper in Facebook

Anschließend, nach dem Mittagessenm, ist ab 14 Uhr eine Podiumsdiskussion mit den 4 Referentinnen geplant, bei der die Fragen aus dem Publikum ausführlich diskutiert werden sollen. Die Moderation übernimmt Elahe Amani aus den USA.

Um 17 Uhr werden verschiedene Kölner Frauenprojekte (Lila in Köln, Agisra, IDFV, AFLR, IWS) und Neuerscheinungen der Frauenliteratur vorgestellt.

Ab 20 Uhr beginnt dann wieder das Musik- und Tanzprogramm. An diesem Abend treten auf: Sevil (Aserbaidschanischer Tanz, Köln), Shahram Moghaddam (Sologesang und Gitarre, Wiesbaden), Bibiana Jimenz (Tanztheater, Köln), Sima Behmanes (Regie, Köln).

Außerdem aus Frankreich: Darya Dadvar (Gesang), Jasy Desmond (Piano), Leila Renault (Kontrabass), Susan Mccarthy (Flöte).

Der Sonntag, 28.07.13 steht unter dem Thema Homosexualität – Transjender-Transsexualität- Homophobie – Sexuelle Orientierung.

Es geht um folgende Fragestellung:

Welche Rolle spielen Geschlechtsumwandlungen bezüglich der repressiven iranischen Homosexualitätspolitik?

Welche Handlungsmöglichkeiten bestehen?

Inwieweit wird dadurch die Norm der Zweigeschlechtlichkeit noch mehr zementiert?

Der Tag startet mit einem Musikbeitrag: Paria (Solomusik aus Köln)

Ab 09:45 Uhr findet eine Podiumsdiskussion zum Thema Geschlecht und sexuelle Identität statt. Es nehmen teil:

Elham Malekpour aus England, Sepehr Massakeni aus Berlin, Saideh Saadat-Lendle aus Berlin und Shadi Amin aus Frankfurt. Die Moderation übernimmt Raha Bahraini aus Kanada.

Nachmittags stellen Studentinnen verschiedener Universitäten ihre Arbeiten zum Thema der Tagung vor. Es sprechen ab 15 Uhr Zara aus dem Iran über das Leben der Single-Frauen und ihr Recht auf Selbstbestimmung, Khorshid Moslehi aus Köln über die Konstruktion geschlechtlicher Identität als Spiegel der Gesellschaft und Dorna Hatamlooy aus Bochum über die Auswertung der Internet-Umfrage über das Thema der Konferenz. Am späten Nachmittag, ab 16 Uhr, soll es ein Feedback der Konferenz-Teilnehmerinnen zur stattgefundenen Konferenz geben. Nach dem Abendessen beginnt dann ab 20 Uhr das Abschiedsfest.

ENGLISH

From 26th to 28th of july the Iranian Women’s Studies Foundation Conference will take place at University of Cologne (iwsf2013.org) There are 30 to 50 free seats for students, if you want one of them, register until 15th of july via email.

You can help the conference by providing sleeping places for the women who will come from all over the world, or by helping during the conference.

The contact email for all is iwsf2013@gmail.com

The Iranian Women’s Studies Foundation (IWSF) is a feminist non-profit organization with no affiliation to any political or religious group. It aims to provide a forum for the exchange of ideas on issues related to Iranian women, to disseminate information on Iranian women’s achievements, and to establish a network of communication amongst Iranian women the world over.
Iranian women activists in Cologne are hosting the 24th IWSF conference in Cologne, Germany. The meeting in 2013 will focus on Woman, Body, and Autonomy. The presentations will discuss and criticize the clichés, taboos, and laws that discriminate against women. The organizers want to raise awareness on the actual taboos and issues of the female body, which most Islamic governments try to hide under the hijab. Islamic governments separate women’s bodies from their social character and downgrading it to a non-social element without Autonomy.
Therefore, we would like to discuss women’s bodies, their social elements, and the necessity of Autonomy. Autonomy is an important and an essential need to women.

The following topics will be covered in the conference:
# Hijab
# Virginity
# Sexuality and sexual relationships
# Sexual orientation
# others

http://iwsf2013.org

http://iwsf2013.org/english/index_en.html




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