Vortrag: Ende Gelände meets Hambi

EG

18.10.18 um 19.30 in Hörsaal G im Hörsaalgebäude der Universität zu Köln

Die Klimagerechtigkeitsbewegung und ihre Aktionsformen sind in den letzten Jahren immer vielfältiger geworden.
Die Alternative Liste lädt euch ein etwas über Widerstandsformen hier im Rheinland zu hören. Zwei Referent*innen aus dem Hambacher Forst werden uns dazu einen Überblick verschaffen und von ihren Erfahrungen berichten. Im Anschluss wollen wir gemeinsam über verschiedene Aktionsformen und sinnvolle Strategien diskutieren.
Wir verstehen diese Veranstaltung als eine Möglichkeit, in das Thema der Klimagerechtigkeit einzusteigen und wollen auf die Ende Gelände Aktion (25.10. – 29.10 im Rheinischen Braunkohlerevier) aufmerksam machen.

Hambacher Forst – Respect existence or expect resistance

Seit sechs Jahren ist der Hambacher Forst von Menschen besetzt. Sie leben in Baumhäusern und protestieren so gegen den Klimawandel und die kapitalistische Ausbeutung.
Die Polizei hat am 13. September angefangen die Besetzung anzugreifen und die Aktivistis in über 60 Baumhäuser und am Boden zu räumen, damit RWE im Oktober in der Rodungssaison ungehindert roden kann. Am 2.10.18 wurde der Rodungsstopp ausgerufen, da der BUND, ein Naturschutzbund, gegen die Genehmigung den Hambacher Forst weiter zu roden, geklagt hat.
Das ist aber nur ein vorläufiger Erfolg, denn die Bagger in der Grube bauen weiterhin Kohle ab. Deswegen wird der Widerstand weiter gehen, denn die Braunkohlekraftwerke im Rheinland gelten als die größte CO2-Quelle Europas und tragen damit direkt zum globalen Klimawandel bei. Dem Profit durch Braunkohle wird die vorherige Landschaft vollständig geopfert. Der Hambacher Forst ist der letzte Überrest einer sehr alten Waldlandschaft, welche jedes Jahr ein Stück mehr einem angrenzenden Tagebau weichen muss. An diesem Ort wird die Braunkohleindustrie direkt bekämpft und gleichzeitig versucht Alternativen nicht nur zu erdenken, sondern aktiv zu leben.


What do we want? – Climate Justice!

Seit der Industriellen Revolution steigt die Konzentration der Treibhausgase in der Atmosphäre immer schneller an und bewirkt so eine Erwärmung des Erdklimas. Nicht nur, dass dadurch langfristig das Fortbestehen der Menschheit gefährdet wird, auch leiden Menschen schon jetzt unter den Folgen dieser Umweltzerstörungen. Deswegen müssen wir jetzt handeln und können nicht darauf warten, dass Politiker*innen Verantwortung übernehmen. Vom Klimawandel sind besonders diejenigen betroffen, die ihn am wenigsten verursacht haben. Daher ist der Kampf ums Klima für uns zugleich auch ein feministischer, antirassistischer und antikapitalistischer.
Wir fordern eine Gerechtigkeit, die es allen Menschen und anderen Lebewesen ermöglicht herrschaftsfrei und ohne kapitalistische Zwänge auf dieser Welt zu existieren.

18.10.18 um 19.30 in Hörsaal G im Hörsaalgebäude der Universität zu Köln

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