Archiv für August 2014

Bündnis gegen Antisemitismus Köln (BgA K.)

Wir machen hiermit, aufgrund des grassierenden völkischen Wahns, auf das Bündnis gegen Antisemitismus Köln aufmerksam und begrüßen die Protestaktionen des Bündnisses.

Link zur Website und mehr Infos siehe: http://bga-koeln.tumblr.com/

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Gegen jeden Antisemitismus!

Aufruf zur Kundgebung am 17. August 2014

16:00 Uhr, Hauptbahnhofs-Vorplatz Köln

Seit Beginn der israelischen Militäroperation „Protective Edge“ (Schutzlinie) drückt sich der Antisemitismus in Deutschland so unverhohlen in der Öffentlichkeit aus wie seit langem nicht mehr. Jüdinnen und Juden werden auf Demonstrationen beschimpft und „ins Gas“ gewünscht, werden bedroht und tätlich angegriffen; in Wuppertal verüben AntisemitInnen einen Brandanschlag auf die Synagoge. Die frühere Präsidentin des Zentralrats der Juden, Charlotte Knobloch, warnt bereits davor, in Deutschland als Jüdin/Jude erkennbar zu sein. Auch in anderen europäischen Ländern wird der Hass aggressiv ausgelebt: In Frankreich werden Synagogen und Gemeindezentren belagert und angegriffen, jüdische Geschäfte werden verwüstet. In Italien werden Hakenkreuze im jüdischen Viertel gesprüht. In Großbritannien wurden seit Beginn der Operation „Protective Edge“ über einhundert antisemitische Vorfälle gezählt.

Öffentliches Forum des Judenhasses sind zunehmend sogenannte „Friedensdemonstrationen“, bei denen tausende Menschen vorgeblich für Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit für Gaza auf die Straße gehen. Dass die TeilnehmerInnen dieser Aufmärsche nur ein nachrangiges Interesse an Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit haben, kann leicht erkennen, wer es erkennen möchte. Wer die andauernden Raketenangriffe der Hamas auf Israel verschweigt; wer verschweigt, dass Israel bemüht ist, sowohl die eigene als auch die Zivilbevölkerung in Gaza zu schützen, während die Hamas Raketen auf ZivilistInnen schießt und die Menschen in Gaza als menschliche Schutzschilde missbraucht; wer den alltäglichen Terror der Hamas gegen die Bevölkerung in Gaza verschweigt; wer verschweigt, dass erklärtes Ziel der Hamas die Vernichtung Israels und die Ermordung aller Jüdinnen und Juden ist; wer verschweigt, dass die Hamas kein Interesse an Frieden, sondern an möglichst vielen toten ZivilistInnen in Gaza hat; wer all dies nicht erwähnenswert findet und zugleich „Kindermörder Israel“ oder „Juden ins Gas“ ruft, hat weder Interesse an Frieden noch am Wohlergehen der Menschen in Gaza, sondern die treibt der Hass auf Israel und Jüdinnen und Juden auf die Straße.

Der von „IsraelkritikerInnen“ gern behauptete Unterschied zwischen Antisemitismus und Antizionismus, also der Unterschied zwischen Judenhass und Ablehnung des jüdischen Staates, ist lediglich ein oberflächlicher. Mit dem Ende des Nationalsozialismus war offener Judenhass tabuisiert. Er fand nun sein populäres Ventil in der vermeintlich unverdächtigen „Israelkritik“, die das alte Klischee vom rachsüchtigen Juden aktualisiert im ständig wiederholten Bild des rachsüchtigen Israel. Es ist diese fortschrittlich und aufgeklärt daherkommende „Israelkritik“, die regelmäßig nach Frieden, Mäßigung und Waffenstillstand ruft, wenn sich der jüdische Staat gegen seine Feinde verteidigt, aber schweigt, wenn Israel angegriffen wird.

Dass der Antisemitismus nun wieder so gänzlich unverhohlen zu Tage tritt – ob als muslimischer oder linker Judenhass auf der Straße oder feingeistig im Feuilleton – ist denjenigen unangenehm, die bis dato mit der Selbstgewissheit moralischer Überlegenheit Israel kritisierten, wie sie sonst keinen Staat auf der Welt kritisieren, und die sich zugleich jedes Antisemitismus‘ unverdächtig wähnen. So kommt es, dass nun die gleichen Zeitungen, Online-Medien und Talkshow-Heinis, die seit Jahren durch ihre einseitige Berichterstattung an der Delegitimierung des jüdischen Staates mitwirken, wohlfeil ein „Engagement gegen Antisemitismus“ fordern. Ziel dieser Appelle ist dann auch meist nicht die mal mehr, mal weniger offene Judenfeindschaft der deutschen „Mehrheitsgesellschaft“ (selbst der Expertenbericht des Bundestages schätzt jedeN fünfteN DeutscheN als antisemitisch ein, und der schätzt vorsichtig). Stattdessen gilt Antisemitismus plötzlich primär als Problem von MigrantInnen – und die Rufe nach Abschiebung lassen nicht lange auf sich warten.

Der Antisemitismus mündete ins größte Verbrechen der Moderne – in die Shoa, die Vernichtung der europäischen Jüdinnen und Juden durch das faschistische Deutschland. Aus der Forderung, „Denken und Handeln so einzurichten, dass Auschwitz nicht sich wiederhole, nichts Ähnliches geschehe“, folgt die Notwendigkeit, den Antisemitismus und seine Grundlagen konsequent zu bekämpfen. Daher:

Kampf jedem Antisemitismus!

Solidarität mit Israel!

Gegen Islamismus, Rassismus und Faschismus sowie Neonazismus!

Bündnis gegen Antisemitismus, Köln
bga-koeln.tumblr.com
(URL, Link)

https://www.facebook.com/events/252248054973741/“ (Link zum fb-event)

Unterstützt das Bündnis – gegen jeden Antisemitismus.

Über uns

Selbstdarstellung der AL

Hiermit stellen wir Euch eine aktuelle Kurzinfo zu uns vor:

Alternative Liste – AL
Uni Köln

»Es gibt kein Recht zu gehorchen«
(frei nach Hannah Arendt)

Wir sind eine Hochschulgruppe in der sich unabhängige und undogmatische Linke treffen und wir wollen u.a. eine Uni wie eine Gesellschaft, in der sich Menschen frei und gleichberechtigt entfalten können. Z.B. durch selbst bestimmte, interdisziplinäre Bildung statt Anwesenheitspflicht, Modulhäppchen und Zwangszuteilungen a la KLIPS.

Wir fordern eine grundlegende Demokratisierung der Hochschule und des Bildungswesens – d.h.: Paritätische Vertretung in allen Gremien und Vetorecht der Studierendenschaft bei allen sie betreffenden Belangen.

Wir wollen den freien Zugang für alle zu Hochschulen und anderen Bildungseinrichtungen – kostenlose Bildung für Alle. Statt Aussonderung und Leistungsdruck in der Klassenschule – die freie Entfaltung in der »Einen Schule für Alle«.

Frauen erhalten in der BRD durchschnittlich 23 Prozent weniger Lohn. In der Hochschule sitzen an den Schaltstellen überwiegend Männer. Die Lebensrealität von Frauen und sexualisierte Gewalt werden ignoriert.
Menschen werden auf längst überholte, konservative und wissenschaftlich widerlegte Geschlechterstereotype reduziert sowie festgelegt.
Schluß damit!
Diese antiemanzipatorischen Schranken müssen endlich abgeschafft werden.

Wir stehen für das Recht auf selbst gewählte Lebensweisen und gegen die so genannte deutsche Leitkultur und fordern gleiche Rechte für Alle.

Die Zerstörung der Natur, wie des Klimas und der natürlichen Lebensgrundlagen durch die kapitalistischen Destruktivkräfte geht weiter – trotz des weit verbreiteten »Greenwashings«. Schwarz-grün-rote Reformismen entlarven wir und fordern: AKWs abschalten sofort und nicht erst vielleicht nach 2020 oder später! Wir setzen uns für eine regenerative dezentrale Energieversorgung u.a. auch an der Uni ein.

Wir fordern eine menschlich orientierte und umfassende materielle Existenzsicherung und kostenlose Gesundheitsversorgung für Alle.

Die Unterdrückungsorgane wie die Polizei, das Militär und Sicherheitsdienste brauchen wir an der Uni nicht. Wir sind gegen Repression und Überwachung und fordern umfassend Abrüstung und dagegen die Entwicklung von Alternativen, gegen das Strafsystem. Bundeswehr – Wegtreten!

Wir bekämpfen Antisemitismus, Rassismus und Faschismus, rechte Burschenschaften, Pro Köln, wie alte und neue Nazis, Neonazis und alle, die Menschen gegeneinander hetzen, sie einteilen wollen in besser und schlechter, mehr oder weniger wert.

Die AL steht darum für basisdemokratische Alternativen

Wir sind emanzipatorische Linke – sozial, ökologisch, feministisch und antifaschistisch. Die AL hat eine offene basisdemokratische Struktur. Auf den Treffen der AL können alle, die sich für diese Ziele einsetzen wollen, gleichberechtigt diskutieren und konsensual mitentscheiden.

Wir beteiligen uns an Bildungsstreiks, an Protesten gegen die Kapitalisierung der Hochschulen, aber auch an vergleichbaren Aktionen außerhalb der Uni. Wir wollen Impulse geben für ein solidarisches, inklusives und emanzipatorisches Zusammenarbeiten und Leben, weit über die Hochschule hinaus, in einer freien Gesellschaft.

Es geht um den »kommenden Aufstand« – wie z. B. in Griechenland, Spanien oder Nordafrika, es geht nicht um kleine Verbesserungen, sondern ums Ganze. Darum ist die AL ist unabhängig von Parteien und vom AStA. An den Fachbereichen unterstützten wir basisdemokratische Fachschaften und kritische Institutsgruppen.

»Im Innersten wissen alle Menschen: Es wäre möglich, es könnte anders sein. Sie könnten nicht nur ohne Hunger und ohne Angst leben, sondern auch als Freie leben. Gleichzeitig hat ihnen gegenüber die gesellschaftliche Apparatur sich so verhärtet, dass das, was als greifbare Möglichkeit, als die offenbare Möglichkeit der Erfüllung ihnen vor Augen steht, ihnen sich als radikal unmöglich präsentiert« (Theodor W. Adorno)

Interessierte sind herzlich willkommen; wir treffen uns wöchentlich Dienstags um 18:00 in Raum 10 an der Humanwissenschaftlichen Fakultät. Eventuell abweichende Termine im neuen Semester findet ihr auf der Homepage.
Infos über unsere thematischen Veranstaltungen erhaltet ihr über unseren Mailverteiler AL‐Info oder ebenfalls auf unserer Homepage.

http://www.alunikoeln.blogsport.de/

Archiv: http://www.al.uni-koeln.de/

Kontakt: al ‐ plenum at uni ‐ koeln . de

Wenn Ihr mehr von uns zu uns wissen oder mitmachen möchtet; kommt zum Plenum.

Zsammen können wir nach den Sternen greifen

Denn … nur „Zusammen können wir nach den Sternen greifen“ (AL)

Nachrufe für Dieter

Hiermit dokumentieren wir den Nachruf von Uri Degania für Dieter (Link), in der Jüdischen Zeitung (JZ), in der Langfassung als PDF Dokument.

Jüdische Zeitung Nachruf Shalom Dieter JZD_02_06_14_Seite11.jpg

Hier haben wir die uns bisher bekannten Nachrufe für Dieter dokumentiert:

http://alunikoeln.blogsport.de/dokumente-materialien/texte-von-dieter-asselhoven/fuer-dieter/

Wenn Ihr uns noch auf einen Nachruf hinweisen möchtet oder einen Nachruf veröffentlichen möchtet, schreibt uns bitte eine Mail. Danke.




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