Offener Brief der Initiative für das Haus und Museum der Jüdischen Kultur in Köln

Hiermit dokumentieren wir den:

Offenen Brief der Initiative für das Haus und Museum der Jüdischen Kultur in Köln

Am 14. Juli 2011 hat der Rat der Stadt Köln diesen Beschluss gefasst:
»In Abänderung seines Beschlusses vom 13.04.2010 beauftragt der Rat die Verwaltung mit der Ausführung der Archäologischen Zone und des Jüdischen Museums auf der Grundlage der Entwurfsplanung vorbehaltlich der rechtsverbindlichen Zusage von Städtebauförderungsmitteln in Höhe von 14.300.000 Euro«.
Seitdem haben sich neben Befürwortern, Institutionen und Einzelpersonen aus Zivilgesellschaft und Politik, erneut Initiativen und Einzelpersonen zu Wort gemeldet, die diesen Beschluss in Frage stellen. Zielrichtung, Begründung und vermutlich Motivation sind unterschiedlich, zum Teil widersprüchlich. Gemeinsam ist allen, dass sie das Projekt ‘Archäologische Zone – Haus und Museum der jüdischen Kultur’ zu verhindern, auf unabsehbare Zeit zu verschieben oder zu verwässern suchen.
Das trifft auch auf den bisher letzten Vorstoß (Martin Stankowski u.a.) zu. Alle Planungen müssten neu aufgenommen, ein gänzlich neues Konzept müsste erarbeitet werden. Über die entstehenden Mehrkosten schweigen die Autoren; diese wären immens.
Davon abgesehen spricht alles dafür, dass das Haus und Museum der jüdischen Kultur als eigenständige Einrichtung an dieser geschichtsträchtigen Stelle, dem Ort des jüdischen Wohnviertels von der spätantiken bis in die spätmittelalterliche Zeit errichtet wird. Es soll den Anteil jüdischer Bürgerinnen und Bürger am Leben dieser Stadt, nicht nur vor der Vertreibung, sondern auch nach der Rückkehr zu Beginn des neunzehnten Jahrhunderts dokumentieren. Das Haus und Museum der Jüdischen Kultur wäre ein klares Bekenntnis zur gemeinsamen Geschichte – ein politisches Signal, das nicht verwässert werden darf. Es kann ein Ort der Begegnung und des aktiven kulturellen Austauschs werden. Köln hat die einmalige Chance, jüdisches Leben als wichtigen Teil der Stadtgeschichte und der städtischen Gegenwart darzustellen und, wenn der Ort geschaffen ist, kulturelle Begegnung möglich zu machen.
Wir fordern den Rat der Stadt Köln auf, an seinem Beschluss festzuhalten – und die Stadtverwaltung, dafür zu sorgen, dass er möglichst rasch umgesetzt wird. Wir erwarten die umgehende Information der Öffentlichkeit durch die Stadt und den Landschaftsverband Rheinland über den Stand der konzeptionellen Überlegungen und Planungen sowie eindeutige zeitliche Perspektiven für deren Realisierung.

Quelle: http://museumsbaukoeln.de/

Mehr zum Projekt eines Jüdischen Museums und zur Museumskonzeption im Internetauftritt der Gesellschaft zur Förderung eines Hauses und Museums der Jüdischen Kultur e.V.
http://www.juedischesmuseum-koeln.de/

Jetzt den offenen Brief unterschreiben bei: http://museumsbaukoeln.de/ihre-unterstuetzung/

Mehr dazu von der AL:
Dossier (PDF)

Medienspiegel (URLs):
http://www.museenkoeln.de/ns-dok/default.asp?s=506&tid=257&kontrast=&schrift=
http://www.juedischesmuseum-koeln.de/projekt.html
http://www.stadtrevue.de/index_archiv.php3?tid=1062&bid=2
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturheute/808980/
http://www.baufachinformation.de/aufsatz.jsp?ul=2006089005258
http://www.ksta.de/html/fotolines/1213360852103/rahmen.shtml?1
http://www.lizaswelt.net/2008/07/kollektive-amnesie-in-kln.html
http://ratsinformation.stadt-koeln.de/vo0050.asp?__kvonr=17689&voselect=2893

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